Was im Leben wirklich wichtig ist

seele27Was im Leben wirklich wichtig ist, Teil 2

Der zweite Teil unserer Natur ist Chid, und Chid heißt zum einen Wissen, es heißt aber auch Bewusstsein. Auf der einen Seite ist es Wissen und der Mensch will Wissen. Und egal, wie viel wir wissen, wir wollen mehr wissen. Manche Menschen sind getrieben davon, mehr zu wissen. Man kauft Bücher, man geht in Kurse, man geht in Seminare, besucht eine Ausbildung nach der anderen, man schaut jeden Begriff im Internet nach. Inzwischen geht es ja auch mit Smartphone. Ich gehöre durchaus zu denen, die auch ein Smartphone haben. Und wenn ich in irgendeine Stadt gehe, sehe ich eine Kirche, will ich auch gleich wissen, wem ist sie gewidmet und was ist dort die Geschichte. Und wenn ich das so ein bisschen weiß, dann kann ich reingehen und dann dort meditieren und irgendwie hilft es mir, mich einzustimmen auf diesen Ort, wenn ich vorher so ein bisschen was dort weiß. Aber egal, wie viel wir wissen, wir wissen nie genug. Und in der heutigen Zeit wissen wir es weniger als früher. Irgendjemand hat mal behauptet, Goethe sei einer der letzten Universalgenies gewesen, der hätte noch den größten Teil des Wissens seiner Zeit gehabt. Da wäre es möglich gewesen, dass ein Mensch alles Wissen haben kann. Ich glaube es zwar auch nicht. Vielleicht alles akademische Wissen, aber jeder Bauer hat sein eigenes Wissen, jede Mutter hat ihr eigenes Wissen, jede Kräuterfrau hatte ihr Wissen gehabt. Das wird er nicht alles gehabt haben. Aber jetzt vom akademischen Wissen her stimmt das vielleicht, dass Goethe auf der Höhe seiner Zeit war, alles zu seiner Zeit von Physik, Medizin, Chemie, Biologie, was bekannt war über Geschichte und Religionswissenschaft, all das, und was über Geographie bekannt war zu seiner Zeit, scheint er alles gekannt zu haben. Und er war nie zufrieden damit, wie er ja auch im Faust irgendwo dann beschreibt. Heutzutage kann kein Mensch alles wissen, noch nicht mal über ein spezialisiertes Fachgebiet. Ein Kardiologe kann nicht alles über das Herz wissen, was heutzutage gewusst wird. Er kann noch nicht mal alles über die rechte Herzklappe wissen, was heute gewusst wird. Und egal, wie viel wir wissen, wir wissen nicht genug. Aber wir haben den Drang, zu wissen. In diesem Sinne, mehr zu wissen, ist vielleicht auch nicht falsch in diesem Sinne. Aber es ist nicht Faktenwissen, sondern mehr Wissen im Sinne von Verstehen. Da unsere wahre Natur Wissen und Bewusstsein ist und letztlich die Intuition das ist, was das höhere Wissen ist, ist all das, was zu mehr Verständnis führt, etwas, was Ausdruck unserer Seele ist, was etwas ist, was überdauert und in die Ewigkeit führt und was Menschen auch dauerhaft befriedigt. Wenn ihr irgendwo am Ende eines Tages oder einer Woche sagt: „Ich habe etwas verstanden.“ Wie fühlt sich das an? Irgendwie gut, oder? Wenn ihr dagegen nur gehört habt, irgendwie ein neues Faktenwissen – wenn ihr irgendwas verstanden habt und wenn dieses Verstehen dabei euer Bewusstsein ausdehnt, irgendwo einen größeren Kontext bringt, das ist immer Ausdehnung letztlich, dann ist etwas da. Vom yogischen Standpunkt aus das Wichtigste für Chid ist der Zugang zur Intuition. Die Kultivierung von Techniken, die einem zur Intuition führen und damit Zugang zu einem intuitiven Verständnis der Menschen und der Welt. Die letzte dieser drei Eigenschaften, Ananda. Ananda heißt Wonne, Glück. Es heißt aber auch Prema, ist auch eingeschlossen. Prema heißt Liebe. Ein bisschen vorsichtig muss man sein, man sagt so, alle Menschen wollen glücklich sein, alle streben nach Glück. Auf der einen Seite ja, denn unsere wahre Natur ist Freude und Wonne und sie ist verknüpft mit Liebe. Aber Menschen streben nicht einfach nur danach, irgendwie ein bisschen glücklich zu sein. Im Sanskrit unterscheidet man Ananda von Sukha und auch von Mudita. Sukha hat in unterschiedlichen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen und wenn es in Gegensatz gesetzt wird zu Ananda, Sukha und Mudita, ist Sukha so Sinnesvergnügen. Mudita ist so eine Art Euphorie, Begeisterung. Das ist durchaus was Schönes. Auch Sukha ist was Schönes. Aber Ananda ist so eine tiefere Erfahrung von Glück.  Und diese tiefere Erfahrung von Glück kann verbunden sein mit Sukha und Mudita, das ist letztlich Temperamentfrage, aber wir müssen nicht alle in jedem Moment auf einer emotionellen Seite glücklich sein.

– Fortsetzung folgt –

Dies ist die 8. Folge der unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Workshops von Sukadev Bretz in der Yoga Vidya Yogaschule Essen. Für die Erläuterung der Sanskrit Ausdrücke schaue nach im Yoga Wiki. Hier ein paar weitere Links:

Umfangreiche Infos zur Yogalehrer Ausbildung

Mauna – Schweigen, Stille

Mauna ist die spirituelle Praxis des Schweigens. Mauna heißt in die Stille zu gehen. Ein paar Stunden, einen Tag, oder länger. Nutzen aus der Praxis von Mauna

  • –          Brahman erfahren
  • –          Regeneration bei Stress
  • –          Ojas Shakti – Erzeugung von spiritueller Energie
  • –          Steigerung der Willenskraft / Geistesbeherrschung
  • –          emotionale Harmonie
  • –          geistiger Frieden

Im Alltag halten beschäftigte Menschen mindestens 1x am Tag 1 Stunde Schweigen um zu Meditieren und Pranayama zu praktizieren

Formen des Schweigens

  1. Vang Mauna – nicht sprechen (notfalls Zettel schreiben)
  2. Kashtha Mauna – jeden zwischenmenschlichen Kontakt meiden (Nicken, Lächeln, Blickkontakt meiden, etc.)
  3. Sushupti Mauna
    – Kontrolle der Gedanken
    Geist zur Ruhe bringen
    – im Hier und Jetzt sein
    Freude des Seins / Ananda erfahren
  4. Maha Mauna – große Stille

Shakti Mantra Om Aim Hrim Klim

Ein machtvolles Durga Mantra ist das Shakti Mantra Om Aim Hrim Klim Chamundaye Viche Namaha. Was sind Bija Mantras?

Einsilbige Wurzel-, oder Samen-Mantras. Mantra der Kundalini-Energie. Nur mit ausdrücklicher Anleitung des Lehrers zu wiederholen. Eine Mantra-Weihe in Bija-Mantras sollte nur bekommen, wer strikt sattwig lebt und täglich praktiziert. Om Ram Shyam

  • Aim (Saraswati)
  • Hrim (Durga)                          Aim Hrim Klim = kosmische Elemente
  • Klim (Lakshmi)
  • Chamundaye (Kali)
  • Vicche Namah(a) (Shakti)

(Zusammenfassung eines Vortrags von Narendra bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Kundalini Yoga Grundlagen

Kundalini-Yoga ist ein Übungssystem, um besser zu sich selbst zu kommen, sein Potential zu entfalten. Es ist eine angewandt Wissenschaft, die seit tausenden von Jahren erforscht, erfahren und beschrieben wird.

Kundalini Yoga ist nicht nicht über Schriften zu vermitteln, sondern nur über Meister oder erfahrene Lehrer.

Schwerpunkte des Kundalini Yoga

Entfaltung des Bewusstseins:

Wer bin ich?

Was gibt es dahinter?

Weite und Details über Ursprung der Schöpfung erforschen.

à hilft Einheit zum Kosmischen zu finden, sein Potential zu entfalten

Kundalini Yoga steht deshalb hinter außergewöhnlichen Menschen oder Genies, die außergewöhnliches vollbracht haben.

Nähere Beschreibung Kundalini Yoga

Kunalini kommt von Kundala = die Aufgerollte

um Shakti (Kraft) zu erwecken

à Bild der aufgerollten Schlange

Aufsteigendes Kundalini wird umschrieben wie das Zischen einer Schlange (schnell)

Der Weg zur Entfaltung der Kundalini-Energie

Systematisch den Körper reinigen (sattwiges Leben) und stärken (Hatha-Yoga) Energie steuern

Ziele des Kundalini Yoga

  • Mehr Energie
  • Mehr Erfahrung auf allen Ebenen (transzendentales Körperbewusstsein, ich bin viel mehr als dieser Körper)
  • Erfahrungen über eigene Grenzen hinaus
  • Erfahrung der kosmischen Einheit.

KY ist einer der 6 Yoga-Wege und gleichzeitig ein geschlossenes Yoga-System. KY hat 10 Yamas und Nyamas um Energie verantwortungsbewusst zu steuern (mehr als im „normalen“ Yoga)

Techniken u. Praktiken des Kundalini Yoga

5 Formen des Kundalini-Yoga

1. Hatha Yoga

  • Kriyas  (Reinigung)
  • Asanas
  • Pranayama
  • Mudras („Siegel“, Körperhaltungen u. Gesten von Fingern, Augen, etc)
  • Bandhas („Energieverschlüsse“, damit Energie gezielt gesteuert wird)

Ziel: Energie erwecken u. harmonisieren

Ein gesunder Yogi kann leichter auf subtile Ebenen kommen…

 2. Mantra-Yoga

Reine Form von Energie, um Prana zu befreien und Chakras anzuregen. Mantras werden rezitiert.

3. Nada-Yoga (Klang-Yoga)

Klänge helfen sich von äußeren Einflüssen zurückzuziehen.

 4. Yantra-Yoga (geometrische Figuren/Licht)

  • Jedes Chakra hat ein Yantra.
  • Jeder Klang hat eine Form.
  • Klang und Form sind eins.

Energie kann über verschiedene Ebenen gleichzeitig erweckt werden:

Konzentration auf Chakra, Yantra, Mantra, Asana, Pranayama

 5. Laya-Yoga

Auflösung von Bild, Wort und Gedanken

Erweckung der Kundalini

  • Eine sofortige Erweckung der Kundalini-Energie ist ungewöhnlich.
  • Reinigung, Stärkung, sattwige Lebensweise und systematischer Aufbau sind erforderlich.

Zum Nachdenken:

  • Was machen wir, wenn wir einen besonderen Gast erwarten?
  • Wir putzen unser Haus, wir bereiten alles so vor, dass er sich möglichst wohl fühlt, wenn erkommt.

Schritte im Kundalini Yoga

1. Prana/Lebensenergie erhöhen („Putztruppe“)

2. Nadis und Chakren reinigen und stärken.

Schnupfen, Erkältung und Kopfschmerz sind typische Reinigungserfahrungen.

Viel Wasser trinken hilft!

Zum Nachdenken:

Rajaisge Ernährung ist wie Putzen mit dreckigen Stiefeln u. dreckigem Wasser)

9. Zusammenfassung Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist die Reinigung, Aktivierung und Erweckung von Energie.

Kundalini Yoga ist nicht gefährlich, aber nur unter Regeln anzuwenden (sattwige Ernährung, tägliche Praxis)

Ungute Erfahrungen können sein: Schwitzen, Kopfweh, Unwohlsein, Kreislauf.

Kundalini Yoga ist eine fortgeschrittene Form des Yoga, ein Schlüssel für mehr Lebensenergie und führt zur Selbstverwirklichung.

Zitat: Unermüdliches Praktizieren ist das Geheimnis des Erfolgs.

(Zusammenfassung eines Vortrags im Rahmen einer Yogalehrer Ausbildung bei Yoga Vidya im September 2012

Bhakti Yoga und andere Yoga Wege

Bhakti Yoga: Bhakti Yoga ist das Yoga der Verwirklichung von Liebe und Gottesverehrung

Alle Yogawege bieten Wege zu:

  • Harmonie mit Anderen zu gelangen
  • Harmonie mit mir selbst zu gelangen und mich anzunehmen sowie meine Talente zu
  • entdeckenerlebten Gotteserfahrungen

 Hatha Yoga:        

  • – verbessert den Zugang zum Körper
  • – hilft die Identifikation mit dem Körper zu lösen

 Kundalini Yoga

  • – reinigt den Energiekörper
  • – läßt Prana fließen
  •  ermöglicht intensive Erfahrungen mit der Prana-Energie
  •  hebt den Geist auf eine höhere Ebene
  • hilft den Geist zu transzendieren

 Raja-Yoga:     

  • verbessert den Umgang mit den eigenen Emotionen
  • hilft den Geist sinnvoll und konstruktiv zu nutzen
  • hilft uns liebevoller mit uns selbst zu sein
  • verhilft zu Herrschaft über den Geist
  • emöglicht das Eleben des unendlichen Seins

Philosophie hinter dem Tantra

Philosophie hinter dem Tantra: Die Philosophie des Tantra nennt sich Shiva/ Shakti Philosophie. Sie besagt, dass sich aus em einen unteilbaren ganzen zwei Gottesaspekte herausgebildet haben. Der eine ist die Urenergie , absolut unveränderlich (Shiva), der zweite Aspekt ist die sich ständich wandelnde und verändernede Energie (Shakti).

→ Hier ist Shiva in diesem Apekt zu betrachten, nicht in seinen anderen Aspekten als Zerstörer etc.

Aus der ursprünglichen Einheit der beiden Energien entsteht in der Mythologie die Welt in 6 Schritten:

  •  1.Trennung von Shiva/ Shakti Prinzip (Erste Kausalwelt)
  • 2.Die Welt der Naturgesetze entsteht (Zweite Kausalwelt)
  • 3.Hohe Astralwelt
  • 4.Mittlere Astralwelt
  • 5.Niedere Astralwelt
  • 6.Physische Welt manifestiert sich

Die Schwingungsgeschwindigkeit nimmt innerhalb dieser Schritte nach unten hin ab. Laut der Vedischen Philosophie dauert ein Schöpfungszyklus 3 Trillionen Jahre.

 

 

 

Mikrokosmische Betrachtung dieser Schritte:

 

Die Shaktienergie im einzelnen Individuum nennt sich Kundalini Energie. Sie ist es welche danach strebt sich vieder mit der Shivaenergie zum Ur-Einen zu verbinden. So ist sie die Kraft hinter der Evolution und die Kraft, welche im Menschen nach kosmischer Liebe und Gottesverwirklichung strebt.

 

Schritte der Evolution:

 

  • •Pflanzliches Leben (Physisches Universum)
  • •Tierisches Leben (niedere Astralwelt)
  • •Menschliches Leben (höhere Astralwelt)
  • •Entwicklung zzur kosmischen Liebe/ Transzendenz

 

→ Kundalini-Yoga will diesen Prozess bewusst durch Praktiken unterstützen und ihm Ausdruck verleihen

Tantra und Kundalini Yoga

→ Philosophie des Kundalini Yoga ist das Tantra

Tantra:

Religionswissenschaftlicher Hintergrund:

  • •verehrt die Göttin
  • •Schwerpunkt auf Energiearbeit
  • •arbeitet mit Praktiken unabhängig von einem bestimmten Glaubenssystem

→ Tantra Praktiken finden sich in vielen Religieonen und Glaubenssystemen

Unterteilungen innerhalb des Tantra:

  • Weißes Tantra (uneigennützig zur vereinigung mit dem Göttlichen)
  • Schwarzes Tantra (aus eigennutzigen Mitiven für Macht/ Reichtum)
  • Rotes Tantra (Um sexuelles Vergnügen zu erlangen)

oder:

  • 1.linkshändiges Tantra (verstößt gegen die gesellschaftlichen Konventionen)
  • 2.rechtshändiges Tantra (bewegt sich innerhalb gesellschaftlicher Konventionen)

 

Wirkungen von Kundalini Yoga

Wirkungen von Kundalini-Yoga

  • •Steigert das Energieniveau des Praktizierenden
  • •Hilft den steigenden Anforderungen des Altags gerecht zu werden
  • •Hilft eigene Talente zu entdecken und auszubilden und diese im Altag sinnvoll einzusetzen.
  • •Entwickelt und reinigt alle Chakren und Nadis

→ Bei Yoga Vidya wird Kundalini-Yoga hauptsächlich über Hatha-Yoga vermittelt, dieses hat 3 Wurzeln:

Die Schriften aus denen das Wissen geschöpft wird gehen bis auf Buddha un die Veden zurück (z.B. Tapas – eine Gruppe von Techniken zur Herrschaft über den Geist)

Hatha Yoga wirkt über mehrere Ebenen als Kundalini-Yoga:

  •  1.Mantren
  • 2.Klang
  • 3.Lichtvisualisierung
  • 4.Bewusstseinslenkung
  • 5.Verbindung von Energiezentren und Prana-Energie

(Zusammenfassung eines Vortrags von Sukadev während einer Ausbildung zum Yogalehrer bei Yoga Vidya in Bad Meinberg/Teutoburger Wald)

 

Yoga München

yoga-kurs-blog.de_.jpgSeit Anfang Dezember gibt es Yoga Vidya München im Stadtgebiet von München. Dr. Purnima Kaiser hat ja schon seit vielen Jahren das Yoga Vidya Zentrum Unterhaching bei München betrieben. Jetzt ist das Zentrum umgezogen von Unterhaching nach München. Jetzt gibt es dort:

Alle Infos auf den Internetseiten von Yoga Vidya München.

Yoga Wege

Es gibt viele Yoga Wege. 4 der besonders wichtigen:

Hatha Yoga: Verbessert den Zugang zum Körper und hilft die Identifikation mit ihm zu lösen

 Kundalini Yoga: Reinigt den Energiekörper, lässt das Prana fließen und lässt uns intensive Energieerfahrungen machen. Führt uns zur Transzendenz des Geistes

 Raja Yoga: Hilft uns im Umgang mit unseren Emotionen und hilft uns unseren geist konstruktiv zu nutzen, besser mit uns selbst SEIN zu könnenund die Herrschaft über den Geist zu erlangen.

 Karma Yoga: Hilft uns Beziehungen zu Anderen freundlich zu Gestalten, auf Andere einzugehen ohne uns ausnutzen zu lassen. Hilft unsere Beziehungen zu harmonisieren.

Es hilft auch die Anforderungen des Lebens als Lernaufgaben anzunehmen und uns ihnen zu stellen. Es lehrt verhaftungsloses Handeln und die Erfahrung von Gott im Altag.

Mantras

–die Wiederhohlung von Mantren hilft uns zu meditieren und dadurch in Kontakt mit unserem Überbewusstsein zu gelangen

–Sie sind auch hilfreich und wirksam für nicht religiöse Menschen

–Mantren und Achtsamkeit im Hier/ Jetzt halten den Geist beschäftigt und halten ihn davon ab, sich in destruktiven Mustern/ Wiederholungen und Negativität zu verfangen

–der wichtigste Aspekt beim Wiederholen der Mantren ist die Hingabe, mit der dies geschieht. Dabei müssen die Mantren auch nicht exakt und perfekt korrekt ausgesprochen werden um ihre Wirkung zu tun.

–Mantren wirken so machtvoll, da sie auf verschiedenen Ebenen wirken:

* Klang

* sie sind verbunden mit bestimmten Bildern

* sie sind verbunden mit einem Gottes-Aspekt/ einer mythologischen Geschichte

–Für die Mantraweihe sollen die Mantren nach diesen kriterien individuell gewählt werden.

–Wer sich in ein Mantra einweihen lässt, verpflichtet sich damit dieses Mantra täglich 20 Minuten zu rezitieren (still oder laut)

–Das persönliche Mantra soll nicht nach terapeutischen Gesichtspunkten gewählt werden,s sondern möglichst dem Aspiranten und seinen Eigenschaften entsprechen

–Der Aspirant kann sich aus den Mantren des Kirtanheftes ab Nr. 699 sein Mantra wählen

–Dabei gibt es verschiedene Mantren-Gruppen:

* Mantren die dem männlichen Gottes-Aspekt gewidmet sind (Vishnu, Shiva…)

* Mantren die dem weiblichen Gottes-Aspekt gewidmet sind (Lakshmi, Khali…)

* abstrakte Mantren die keinen bestimmten Aspekt betonen (OM, SO HAM…)

 

 

 

Zusammenfassung von Freya

Die Philosophie des Tantra

Die Philosophie des Tantra beruht auf der Shiva– Shakti Philosophie, welche in allen Tantra Philosophien ähnlich ist.

Die Shiva- Shakti Philosophie besagt dass das Universum aus zwei Polen besteht, Shiva und Shakti. Shiva ist das Bewusstsein und unveränderlich. Shakti ist die Energie und veränderlich. Hier ist Shiva nicht zu verwechseln mit Shiva dem Zerstörer, dem persönlichen Gott (Schöpfer und Erhalter des Universums); in der Shiva-Shakti Philosophie ist Shiva das Bewusstsein, der ruhende Pol.

Ursprünglich sind Shiva- und Shakti eins. Aus dieser Einheit entsteht die Welt.

Die physische Welt entsteht in folgenden Schritten:

  •  1. Einheit von Shiva und Shakti = Ursprung
  • 2. Shiva trennt sich von Shakti = Kausalwelt
  • 3. Die Zweite Kausalwelt entsteht. Hier herrschen die Urprinzipien und Naturgesetze
  • Schritt 2. und 3. beziehen sich auf die Kausalwelt.
  • Im 4., 5. und 6. Schritt entsteht die Astralwelt
  • im 7. Schritt entsteht die physische Welt.

In der indischen Philosophie dauert ein Schöpfungszyklus 111 Trillionen Jahre.

Die Entstehung der physichen Welt stellt den Makrokosmos da.

Es gibt aber auch eine Entstehung von 5 Hüllen im Individuum, dem Mensch, im Mikrokosmos:

Die fünf Hüllen:

  • 1. Annamaya Kosha
  • 2. Pranamaya Kosha
  • 3. Manomaya Kosha
  • 4. Vijnamaya Kosha
  • 5. Anandamaya Kosha

Im Kundalini löst sich die physische Welt rückwärts auf, bis Shiva und Shakti wieder eins sind (Anandamaya Kosha).

Kundalini ist die treibende Kraft der Evolution. Diese ist aber nicht zufällig, da Kundalini will nach dem höchsten, der Vereinigung streben. Dies spricht dafür dass es auch auf anderen Planeten Leben gibt, denn die Kraft ist allgegenwärtig.

In der Evolution ist man zunächst:

  •  1. Tier
  • 2. dann Mensch in erster Inkarnation
  • 3. dann fragt sich der Mensch “Woher komme ich?”
  • 4. Es gibt eine Bereitschaft zu praktizieren, eine Antwort auf die Frage zu finden
  • 5. Eine höhere Wirklichkeit wird wahrgenommen
  • 6. Zugang zu höheren Welten wird erfahren
  • 7. und schließlich die Wiedervereinigung

Dies ist der Ausdruck des natürlichen Streben des Menschen nach Wiedervereinigung.

Der Mensch möchte vereinigen, was er im Tiefsten ist.

(Zusammenfassung eines Vortrags während einer Yogalehrer Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Tantra

Die Philosophie des Kundalini Yoga findet man im Tantra. Tantra bedeutet Praxis, Technik. Hier geht es darum über Techniken, bzw. Praktiken zur Befreiung zu gelangen. In den Religionswissenschaften wird Tantra als eine religionsübergreifende Bewegung dargestellt. Hiernach beinhaltet Tantra:

1. eine Verehrung der Göttin

2. Energie

3. Praktiken

Im Kundalini ist die Philosophie eher zweitrangig. Wichtiger sind die Praktiken.

Tantra kann man auf verschiede Weisen einteilen:

(1) Zunächst kann man Tantra einteilen in:

1. Weiß

2. Schwarz

3. rot.

 

zu 1.weißer Tantra: Ziel: höhere Verwirklichung erreichen und dabei Gutes bewirken.

zu 2.schwarzer Tantra: Ziel: egoistische Bedürfnisse Befriedigen und Macht ausüben

zu 3. roter Tantra: Ziel: Vergnügen bekommen, insbesondere sexuelles Vergnügen

Im Yoga kommt das weiße Tantra zum Tragen. Hierbei ist es trotzdem wichtig, dass man durch die hierdurch gewonnene Ausstrahlung nicht zu egoistischen Zwecken missbraucht.

Wenn sich Prana erhöht, hat dies Auswirkungen auf die Libido. Die kann insbesondere anfänglich zurück gehen. Oder im Gegenteil, meißtens später, kann sie sich auch erhöhen.

Die Rottantrischen Praktiken sind jedoch nicht nur ausschließlich für das Vergnügen ausgelegt, man findet auch Aufzeichnungen über Erhöhung der Spiritualität.

Die Grenzen im Tantra sind, wie in der indischen Philosophie so oft, fließend.

 

(2) Weiterhin kann man Tantra einteilen in:

1. rechtshändig: den gesellschaftlichen Konventionen entsprechend

2. linkshändig: den gesellschaftlichen KOnventionen nicht entsprechend

 

Bei Yoga Vidya wird Kundalini als rechsthändig und weiß verstanden.

(Zusammenfassung eines Morgen-Vortrags mit Sukadev im Rahmen einer Yogalehrer Ausbildung)