Wer kann an der Yogalehrer Ausbildung Berlin teilnehmen?

Vielleicht überlegst du, an der Yogalehrer Ausbildung Berlin von Yoga Vidya teilzunehmen. Vielleicht fragst du dich, ob die Ausbildung für dich geeignet ist. Vielleicht überlegst du auch, welche anderen Teilnehmer wohl bei der Yogalehrer Ausbildung dabei sein werden. Dazu hier einige Informationen.

Wenn du an der Yogalehrer Ausbildung Berlin teilnehmen willst, brauchst du einen offenen Geist. Yoga Vidya verlangt nicht, dass du irgendwelche intensiven Vorkenntnisse hast. Du musst auch an nichts glauben, um an der Ausbildung teilnehmen zu können. Es wäre gut, wenn du bereits etwas praktiziert hast. Und du solltest einige Hintergrundinformationen haben, damit du weißt, auf was du dich einlässt. Aber Offenheit ist das Wichtigste. Die Yoga Vidya Ausbildung Berlin ist sehr umfassend. Gerade weil sie so umfassend ist, ist es wichtig, dass du offen dafür bist, dich auch auf für Dich Neues einzulassen. Manches wird vielleicht bei dir besonders tief gehen oder intensiv spürbar sein, manches wirst du für interessant halten, und manches wird dir vielleicht auch nicht ganz so liegen. Manches was du bisher noch nicht kennst oder was dir am Anfang vielleicht komisch vorkommt, wird vielleicht hinterher sogar dein Lieblings-Yogaweg oder deine Lieblings-Yogaübung sein. Und genau das ist einer der Vorteile der Yoga Vidya Yogalehrer Ausbildung z.B. in Berlin. Du lernst Yoga in so vielen Aspekten kennen. So wirst du sicher vieles finden was dir sehr liegt. Manche stellen im Laufe der Ausbildung oder danach sogar fest, dass alle Yogawege gleichermaßen für ihn oder sie geeignet sind. Andere dagegen sind froh, dass sie aus den verschiedenen Yogawegen, die in der Yogalehrer Ausbildung Berlin gelehrt werden einen der Yogawege für sich bzw. ihre eigene Yogapraxis finden.

Dein Alter spielt für die Teilnahme an der Yogaausbildung keine Rolle. Es gibt sehr junge Menschen, z.B. ab 14 Jahren. Wir haben auch schon Ausbildungsteilnehmer gehabt, die über 70 Jahre alt waren. Und es gibt z.B. auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen, die an der Yogalehrer Ausbildung Berlin teilnehmen. Und wir haben sehr fitte Menschen, die auch im Fitnessstudio eine gute Figur abgeben. Männer und Frauen, Jüngere und Ältere und die verschiedensten Berufsgruppen können an der Yogalehrer Ausbildung Berlin teilnehmen. Das Wichtigste ist die Bereitschaft, sich auf vieles einzulassen, eine gewisse Kritikfähigkeit und auch die Bereitschaft täglich zu praktizieren. Denn die Yoga Vidya Yogalehrer Ausbildung ist eine weitestgehend praktische Ausbildung.

Und du solltest dir auch zwei Stunden pro Woche Zeit nehmen, um die Inhalte der Ausbildung zu vertiefen. Ideal wäre auch, dass du das Unterrichten von Yoga auch selbst übst. So kannst du z.B. im Yogazentrum assistieren und nach einer Weile auch selbst unterrichten. Oder du bittest Partner, Partnerin, Freundinnen dir als Yogaschüler zur Verfügung zu stehen, um selbst Yogaunterricht zum Üben geben zu können.

Allerdings musst du auch nicht Yoga unterrichten wollen, um von der Yogalehrer Ausbildung Berlin zu profitieren. Es kann auch eine wunderbare Erfahrung einfach ganz allein für dich selbst sein.

Yoga Ausbildung Berlin – Was lernst du zu Yoga für Kinder?

Grundsätzlich können Kinder Yoga ähnlich üben wie Erwachsene. Wenn du weißt, wie du Erwachsene unterrichtest, lernst du auch schnell diesen Unterricht an die Bedürfnisse von Kindern anzupassen. Du lernst in der Yogalehrer Ausbildung z.B. in Berlin, die Yoga Kurse für Kinder etwas kürzer zu fassen, abwechslungsreicher, Kinder auch mal etwas mehr zu fordern oder z.B. auch mehr zu loben. Kinderyoga ist vor allem auch etwas spielerischer.

Was gilt es bei Yoga für Jugendliche zu beachten?

Wenn du Yoga für Jugendliche unterrichten willst, gibt es einiges zu beachten. Natürlich lernst du das ganz besonders, wenn du an einer Yogalehrer Ausbildung teilnimmst, z.B. bei Yoga Vidya Berlin. Grundsätzlich wollen Jugendliche etwas mehr gefordert werden. Du solltest z.B. auch keine Kindersprache verwenden. Wenn du selbst nicht Jugendliche/r bist oder du nicht beruflich mit Jugendlichen regelmäßig in Kontakt stehst, wird z.B. empfohlen, keine Jugendlichen Sprache in den Yogaunterricht zu integrieren. Das wirkt nicht authentisch. Eine weitere Besonderheit ist z.B., dass Jugendliche schnellere Fortschritte machen als Erwachsene. Daher kannst du schneller auch zu fortgeschrittenen Variationen übergehen. Jugendliche haben bereits viel theoretischen Unterricht in der Schule. Deshalb wollen sie im Yogaunterricht oft nicht so gerne viel hören. Sie wollen üben, praktizieren, erfahren. Das sind nur ein paar Aspekte des Yogaunterrichtes von Jugendlichen. Sehr viel mehr erfährst du natürlich in der Yogalehrer Ausbildung Berlin.

Yoga für Senioren

Auch Yoga für Senioren spielt eine wichtige Rolle in der Yogalehrer Ausbildung Berlin von Yoga Vidya. Heutzutage sind Senioren sehr offen für Yoga. Allerdings wollen Senioren nicht unbedingt Senioren genannt werden. So nennt man das manchmal Yoga ab 60 oder Yoga ab 70. Oder es gibt die Ausdrücke `Golden Yoga´ oder `Silber Yoga´ oder auch Yoga für Junggebliebene. Im Grunde genommen kann man Yoga für Senioren ähnlich unterrichten wie Yoga für Anfänger oder auch Rücken Yoga. Man fängt etwas sanfter an. Und kann dann schrittweise die Intensität erhöhen.

Man kann drei Arten von Senioren unterscheiden. Und bei der Yoga Vidya Ausbildung Berlin ist das ein wichtiges Ausbildungsthema. Es gibt zum einen die fitten Senioren, die können ganz normalen Yoga üben. Zum zweiten gibt es Senioren mit bestimmten Erkrankungen, die manche Übung schwerer machen. Dazu können z.B. Arthrose gehören, Rheuma oder auch andere Steifigkeit. Die dritte Art der Senioren sind die, die größere Einschränkungen haben. Hierzu zählen z.B. Senioren mit Parkinson, Senioren mit schwereren Formen von Arthrose oder Rheuma, Senioren mit weiteren, schwereren Bewegungseinschränkungen. Dieser dritte Art von Senioren ist ein Thema der Yogatherapie oder von speziellen Yoga für Senioren Ausbildungen und Weiterbildungen. In der Yoga Vidya Yogalehrer Ausbildung Berlin lernst du eher die fitten Senioren und die Senioren mit leichten Einschränkungen zu unterrichten. Schau doch mal vorbei im Yoga-Center Berlin – und hole dir weitere Infos.

Gebe deinen Segen

1adVom Yogisch-Psychologischen, vom Yogischen, Spirituell-Psychologischen her, ist es etwas Gutes, Menschen, die einem nahestehen, für das, was sie tun, den Segen zu geben. Und Eltern sollten ihren Kindern ihren Segen geben, dann können die Kinder freier weitergehen. Natürlich, man wird nicht unbedingt für alles seinen Segen geben logischerweise, aber man sollte ihn freizügig geben. Und dann natürlich auch, der Meister segnet seinen Schüler. Auch das. Ein Meister kann den Segen geben, einen kleinen Segen und auch einen großen Segen. Und es gibt so in der Bibel: „Ihr sollt Segen empfangen und ihr sollt ein Segen sein.“ Das heißt auch, wenn wir spirituell praktizieren, wenn ihr spirituell praktiziert, dann wird eure Gegenwart an sich schon ein Segen sein. Es heißt, ein spirituell Praktizierender ist ein Segen sieben Generationen davor und danach. Segen heißt also, eine positive Kraft auch, die man auch an seine Vorfahren schicken kann und auch an die später. Das heißt es sowohl im Alten Testament als auch in der Manu-Smriti als auch in der Bhagavatam, also in verschiedenen Schriften steht dort etwas Ähnliches drin. Sieben Generationen, das ist schon viel. Das ist der Vater, Großvater, Urgroßvater, Ururgroßvater, Urururgroßvater, Ururururgroßvater, Urururururgroßvater, irgendwie im 18. Jahrhundert vermutlich, vielleicht auch 19. Jahrhundert, je nachdem, wie schnell die Generationenfolge war. Gut, ob das jetzt wörtlich zu nehmen ist, ist jetzt eine andere Sache, aber es heißt erst mal, davor, insbesondere, falls irgendjemand dort ein erdgebundener Geist ist. Wenn einer der Nachfahren spirituell praktiziert, eine starke spirituelle Ausstrahlung hat, dann gehen  die, die es nicht geschafft haben, in die höheren Welten zu gehen, zu dem Nachkommen, der spirituelle Energie ausstrahlt, und bekommen dann von dem die Kraft, in die höheren Welten hineinzugehen, aufgrund von Liebe. Letztlich die Liebe wird zur Segensenergie. Und die Liebe aufgeladen mit Prana durch spirituelle Praktiken und letztlich auch die eigene Verbindung zur Liebe Gottes, damit wird man selbst zum Segen. Oder auch die eigenen Eltern, die mögen zum Teil nicht gutheißen, dass man den spirituellen Weg geht, Vegetarier geworden ist und vielleicht nicht den bestbezahlten Job annimmt, sondern stattdessen einen, wo man irgendwo viel Gutes geben kann. Es kann auch ein sehr gut bezahlter Job sein, aber es kann eben auch nicht sein. Aber spätestens, wenn sie dann schwerer krank werden oder größere Katastrophen im Leben passieren, der, der auf dem spirituellen Weg ist, ist ein großer Trost für Eltern, Tanten, Onkeln, vielleicht zum Teil sogar Verwandten zweiten, dritten Grades, mit denen man gar nichts mehr zu tun hat. Irgendwo hören die, wenn irgendwas schwierig wird, dann denken sie daran: „Es gibt jemanden, der ist einen anderen Weg gegangen, den gibt es auch.“ Und es geht dann aber auch weiter, auch die Kinder.

Fortsetzung folgt –

Dies ist die 65. Folge der unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines spirituellen Retreats mit Sukadev Bretz im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für die Erläuterung der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterf´ührende Links:

Umfangreiche Infos zur Yogalehrer Ausbildung

Frage des Lebens

sukadevAlso, ich habe mit fünfzehn angefangen – also, ab dreizehn habe ich mich gefragt: „Was soll das ganze Leben?“ Das hat mich zuerst mal in große Depressionen gebracht, weil ich irgendwo gedacht habe, was die anderen so wollen, das will ich nicht, das macht mich nicht glücklich, habe das Leid in der Welt gesehen und habe gedacht: „Was soll das ganze Leid?“ Aber dann mit fünfzehn habe ich dann Hermann Hesse gelesen und dann buddhistische Bücher gelesen und  alle möglichen spirituellen Bücher gelesen, dann bin ich irgendwann über Thorwald Dethlefsen, „Schicksal als Chance“ und „Das Erlebnis der Wiedergeburt“, gekommen, da waren umfangreiche Literaturverzeichnisse. Und irgendwo mein Bruder hat schon in München studiert und den habe ich dann gebeten, mir alle Bücher in den Bibliotheken zu besorgen. Ich hatte mir vorher Schnelllesen beigebracht, ich wollte einfach so viel wie möglich Wissen ansammeln, um nachher mich dann für einen Weg zu entscheiden. Dann habe ich eigentlich gedacht, ich will irgendwie so einen westlichen esoterischen Weg gehen. Früher war Esoterik kein Schimpfwort wie heute, sondern da war Esoterik was Ernsthaftes, was Seriöses, wo es darum geht, die höhere Wirklichkeit zu erfahren. Im Unterschied zu Okkultismus, also Esoterik war das Ernsthafte. Später ist dort dann irgendwo der Begriff, die Bedeutung gewechselt. Also ein Westler, das hat so Dethlefsen und andere gesagt, muss einen westlichen Weg gehen. Dann habe ich irgendwann so ein Plakat gesehen, irgendwo kam ein Yoga Meister nach München. Das war noch bevor ich angefangen habe, dort zu studieren, irgendwo mal zu gucken, ob ich dort hinkomme. Und dann bin ich dort hin und dort haben die zwanzig Minuten lang gesungen „Om Namah Shivaya“. Da war ein Swami, der dort kreuzbeinig irgendwo auf der Bühne gehockt hatte und einen Vortrag gegeben hat. Und bei dem „Om Namah Shivaya“ habe ich irgendwo so eine Sehnsucht gespürt, habe irgendwo gespürt: „Ja, das will ich erfahren.“ Das war ein Westler zwar, ein Australier, der dort den Vortrag gegeben hat. Dann habe ich festgestellt, der spricht aus der Erfahrung. Der hat dann noch dazu gesagt, er hat einen Meister, der es vollständig verwirklicht hat. Das wiederum hatte ich bei den westlichen Esoterikern bei keinem so gespürt, dass die Erfahrung so intensiv war. Es gab auch niemanden, von dem es hieß, dass er das voll verwirklicht hat. Dann habe ich gedacht, dann könnte ich ja nochmal gucken. Aber irgendwo nach diesem einen Vortrag war mir irgendwo klar, so Zuhause habe ich mich da noch nicht gefühlt. Aber trotzdem habe ich dann doch gedacht, jetzt studiere ich erst mal Astrologie weiter, eine spirituelle Astrologie, und habe irgendwo so ein Buch, mit dem ich meditiert hatte und andere spirituelle Übungen. Aber dann habe ich gedacht, ich müsste doch nochmal in ein Yogazentrum gehen. Und dann bin ich halt ins Sivananda-Yoga-VedantaZentrum in München hingegangen zum Satsang und dann bin ich erstmals in einen Meditationsraum, erstmals Räucherstäbchen gerochen, erstmals die ganzen Bilder. Und viele andere stößt so etwas erst mal ab und erst nachdem sie das Abstoßen überwunden haben, fühlen sie sich zu Hause. Bei mir war es so, sowie ich in den Raum hineingekommen bin, habe ich gemerkt, hier bin ich zu Hause. Irgendwo als ob da eine tiefe Erinnerung war. Und da habe ich gedacht: „Ja, ich bin angekommen.“

– Fortsetzung folgt –

Dies ist die 23. Folge der unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines spirituellen Retreats mit Sukadev Bretz im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für die Erläuterung der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterf´ührende Links:

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Mitgefühl mit allen Geschöpfen

tierfreundschaftAuf eine gewisse Weise, natürlich in unseren Breiten stellt sich etwas nicht, was in Indien wichtig war über Jahrhunderte und heute in vielen Teilen Indiens auch noch, Kama heißt auch, dafür zu sorgen, dass man was zu essen hat. Kama heißt auch, dafür zu sorgen, dass man ein Dach über dem Kopf hat und wenn der Winter kommt, dass man Nahrungsmittel hat. Oder in Indien, wenn der Monsun kommt, dass man ein Dach über dem Kopf hat und dass man überleben kann. Darüber brauchen wir uns weniger Gedanken zu machen. Wir können uns aber Gedanken machen durchaus: Wie können wir anderen helfen, dass sie das machen? Es gibt immer noch eine Milliarde Menschen auf der Welt, die Hunger leidet. Und zweieinhalb weitere Milliarden Menschen, die qualitativ unterernährt sind und keine Wahl haben. Zwar sind im Westen auch die meisten Menschen quantitativ überernährt und qualitativ unterernährt, aber sie hätten die Wahl. Artha, finanzielle Absicherung und gewisser beruflicher Erfolg. Hier kann man sagen, glücklicherweise haben wir in Deutschland ein noch halbwegs funktionierendes soziales Sicherungsnetz, es muss keiner verhungern in Deutschland und auch keine Angst haben, dass er im Alter verhungern wird. Ich muss jetzt gerade daran denken, beim Business Yoga Kongress gab es so eine Frau, die lebhaft geschildert hat, wie sie in einen Burnout hineingekommen ist. Und sie hat so beschrieben, sie war irgendwo in der Fernsehbranche tätig und hat auch gut verdient, hat Teams mit siebzig Leuten angeleitet, irgendwelche großen Sendungen auch gemacht, zwar nicht vor der Kamera, aber eben hinter der Kamera, irgendeine wichtige Person. Und sie hat viel Geld verdient und sich ständig überlegt: „Was passiert, wenn ich keinen nächsten Auftrag mehr bekomme?“ Denn die sind ja nicht angestellt, sondern sie hat gesagt, in neun Jahren achtzehn verschiedene Verträge. „Was passiert, wenn ich keinen nächsten Vertrag bekomme?“ Ihr Kontostand ist immer weiter gewachsen und sie hatte achtzig bis hundert Stundenwochen, hat gar keine Zeit gehabt, Geld auszugeben. Aber es war immer das Damoklesschwert: „Ich brauche Sicherheit. Ich brauche Sicherheit.“ Egal, wie viel Geld da war: „Ich brauche Sicherheit.“ Und so, viele Menschen haben das irgendwo und das braucht es nicht. Wir können sagen, schon alleine in Deutschland zu leben, das, wo sich Jahrtausende lang Menschen bemühen mussten, um eine Sicherheit zu haben, die haben wir alleine dadurch, dass wir in Deutschland leben. Was nicht heißt, dass man jetzt auf Kosten der Gemeinschaft leben soll. Wenn man die Wahl hat, dann sollte man durchaus seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Wenn man nicht die Wahl hat, sollte man aber auch kein schlechtes Gewissen haben. Kama und Artha sollte man nicht überbewerten. Das wird in unserer heutigen Zivilisation stark überbewertet. Da nebendran haben wir die Manifestation der Überbewertung von Kama. Ich glaube, ihr wisst alle, was da nebendran ist? Aber man kann auch sagen, es ist die Möglichkeit, wir müssen nicht alles haben, wir wissen, wir könnten es haben. Das ist ja auch was Schönes. Und Artha in diesem Sinne wird auch überbewertet. Man sagt, 25-Jährige machen sich Sorgen über ihre Alterssicherung. Wir hatten dort heute einen, der – ich habe es jetzt vergessen. Das ist eigentlich ein bekannter Mensch. Der hat irgendwie gesprochen über die Zukunft, er war so ein Zukunftsforscher, der irgendwo sagt, Menschen extrapolieren immer das, was heute ist. So ähnlich wie, angenommen, es gibt ja die berühmte Sache, Ende des 19. Jahrhunderts gab es die Vorhersage, Mitte des 20. Jahrhunderts wird New York im Pferdemist ersticken, denn es ist absehbar, dass es immer mehr Pferde in New York gibt und die Leute immer mehr fahren und ab da wird es eine Pferdemistkatastrophe in New York geben. So ähnlich, wir wissen nicht, was in der Zukunft ist.

– Fortsetzung folgt –

Dies ist die 14. Folge der unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Workshops von Sukadev Bretz in der Yoga Vidya Yogaschule Essen. Für die Erläuterung der Sanskrit Ausdrücke schaue nach im Yoga Wiki. Hier ein paar weitere Links:

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Mauna – Schweigen, Stille

Mauna ist die spirituelle Praxis des Schweigens. Mauna heißt in die Stille zu gehen. Ein paar Stunden, einen Tag, oder länger. Nutzen aus der Praxis von Mauna

  • –          Brahman erfahren
  • –          Regeneration bei Stress
  • –          Ojas Shakti – Erzeugung von spiritueller Energie
  • –          Steigerung der Willenskraft / Geistesbeherrschung
  • –          emotionale Harmonie
  • –          geistiger Frieden

Im Alltag halten beschäftigte Menschen mindestens 1x am Tag 1 Stunde Schweigen um zu Meditieren und Pranayama zu praktizieren

Formen des Schweigens

  1. Vang Mauna – nicht sprechen (notfalls Zettel schreiben)
  2. Kashtha Mauna – jeden zwischenmenschlichen Kontakt meiden (Nicken, Lächeln, Blickkontakt meiden, etc.)
  3. Sushupti Mauna
    – Kontrolle der Gedanken
    Geist zur Ruhe bringen
    – im Hier und Jetzt sein
    Freude des Seins / Ananda erfahren
  4. Maha Mauna – große Stille

Shakti Mantra Om Aim Hrim Klim

Ein machtvolles Durga Mantra ist das Shakti Mantra Om Aim Hrim Klim Chamundaye Viche Namaha. Was sind Bija Mantras?

Einsilbige Wurzel-, oder Samen-Mantras. Mantra der Kundalini-Energie. Nur mit ausdrücklicher Anleitung des Lehrers zu wiederholen. Eine Mantra-Weihe in Bija-Mantras sollte nur bekommen, wer strikt sattwig lebt und täglich praktiziert. Om Ram Shyam

  • Aim (Saraswati)
  • Hrim (Durga)                          Aim Hrim Klim = kosmische Elemente
  • Klim (Lakshmi)
  • Chamundaye (Kali)
  • Vicche Namah(a) (Shakti)

(Zusammenfassung eines Vortrags von Narendra bei Yoga Vidya Bad Meinberg)

Kundalini Yoga Grundlagen

Kundalini-Yoga ist ein Übungssystem, um besser zu sich selbst zu kommen, sein Potential zu entfalten. Es ist eine angewandt Wissenschaft, die seit tausenden von Jahren erforscht, erfahren und beschrieben wird.

Kundalini Yoga ist nicht nicht über Schriften zu vermitteln, sondern nur über Meister oder erfahrene Lehrer.

Schwerpunkte des Kundalini Yoga

Entfaltung des Bewusstseins:

Wer bin ich?

Was gibt es dahinter?

Weite und Details über Ursprung der Schöpfung erforschen.

à hilft Einheit zum Kosmischen zu finden, sein Potential zu entfalten

Kundalini Yoga steht deshalb hinter außergewöhnlichen Menschen oder Genies, die außergewöhnliches vollbracht haben.

Nähere Beschreibung Kundalini Yoga

Kunalini kommt von Kundala = die Aufgerollte

um Shakti (Kraft) zu erwecken

à Bild der aufgerollten Schlange

Aufsteigendes Kundalini wird umschrieben wie das Zischen einer Schlange (schnell)

Der Weg zur Entfaltung der Kundalini-Energie

Systematisch den Körper reinigen (sattwiges Leben) und stärken (Hatha-Yoga) Energie steuern

Ziele des Kundalini Yoga

  • Mehr Energie
  • Mehr Erfahrung auf allen Ebenen (transzendentales Körperbewusstsein, ich bin viel mehr als dieser Körper)
  • Erfahrungen über eigene Grenzen hinaus
  • Erfahrung der kosmischen Einheit.

KY ist einer der 6 Yoga-Wege und gleichzeitig ein geschlossenes Yoga-System. KY hat 10 Yamas und Nyamas um Energie verantwortungsbewusst zu steuern (mehr als im „normalen“ Yoga)

Techniken u. Praktiken des Kundalini Yoga

5 Formen des Kundalini-Yoga

1. Hatha Yoga

  • Kriyas  (Reinigung)
  • Asanas
  • Pranayama
  • Mudras („Siegel“, Körperhaltungen u. Gesten von Fingern, Augen, etc)
  • Bandhas („Energieverschlüsse“, damit Energie gezielt gesteuert wird)

Ziel: Energie erwecken u. harmonisieren

Ein gesunder Yogi kann leichter auf subtile Ebenen kommen…

 2. Mantra-Yoga

Reine Form von Energie, um Prana zu befreien und Chakras anzuregen. Mantras werden rezitiert.

3. Nada-Yoga (Klang-Yoga)

Klänge helfen sich von äußeren Einflüssen zurückzuziehen.

 4. Yantra-Yoga (geometrische Figuren/Licht)

  • Jedes Chakra hat ein Yantra.
  • Jeder Klang hat eine Form.
  • Klang und Form sind eins.

Energie kann über verschiedene Ebenen gleichzeitig erweckt werden:

Konzentration auf Chakra, Yantra, Mantra, Asana, Pranayama

 5. Laya-Yoga

Auflösung von Bild, Wort und Gedanken

Erweckung der Kundalini

  • Eine sofortige Erweckung der Kundalini-Energie ist ungewöhnlich.
  • Reinigung, Stärkung, sattwige Lebensweise und systematischer Aufbau sind erforderlich.

Zum Nachdenken:

  • Was machen wir, wenn wir einen besonderen Gast erwarten?
  • Wir putzen unser Haus, wir bereiten alles so vor, dass er sich möglichst wohl fühlt, wenn erkommt.

Schritte im Kundalini Yoga

1. Prana/Lebensenergie erhöhen („Putztruppe“)

2. Nadis und Chakren reinigen und stärken.

Schnupfen, Erkältung und Kopfschmerz sind typische Reinigungserfahrungen.

Viel Wasser trinken hilft!

Zum Nachdenken:

Rajaisge Ernährung ist wie Putzen mit dreckigen Stiefeln u. dreckigem Wasser)

9. Zusammenfassung Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist die Reinigung, Aktivierung und Erweckung von Energie.

Kundalini Yoga ist nicht gefährlich, aber nur unter Regeln anzuwenden (sattwige Ernährung, tägliche Praxis)

Ungute Erfahrungen können sein: Schwitzen, Kopfweh, Unwohlsein, Kreislauf.

Kundalini Yoga ist eine fortgeschrittene Form des Yoga, ein Schlüssel für mehr Lebensenergie und führt zur Selbstverwirklichung.

Zitat: Unermüdliches Praktizieren ist das Geheimnis des Erfolgs.

(Zusammenfassung eines Vortrags im Rahmen einer Yogalehrer Ausbildung bei Yoga Vidya im September 2012

Vichara Neti Neti Vakya Meditation

Die Vichara – Neti Neti – Vakya ist eine Meditation aus dem Jnana Yoga bzw. Vedanta sie geht in den folgenden Schritten:

1. Vichara

  • Nachdenken, Erforschen, rechte Befragung/Selbstbefragung
  • Wer bin ich?
  • Was bin ich?
  • Was ist wirkliche Freude?
    Wir können feststellen, was wir nicht sind.

2. Sakshi
Einstellung eines Beobachters: Beobachten:

  • Wer bin ich?
  • Bin ich das, was beobachtbar ist?

3. Neti Neti

  • Ich bin nicht dies – nicht das
  • Ich beobachte die Beine
  • Ich spüre die Beine
  • Ich bin nicht die Beine, weil ich sie aus der Beobachterposition von außen sehe.

 4. Vakya

Satchidananda Swarupoham – Meine eigene Natur ist Satchidananda à unendliches Sein + Wonne

Ziel:

  • Wer bin ich?
  • Was ist wahre Freude?
  • Wie kann ich wahre Freude erfahren?

(Mitschrift eines Vortrags mit Sukadev im Rahmen einer zweijährigen Yogalehrer Ausbildung bei Yoga Vidya Bad Meinberg)