Wofür brennt mein inneres Feuer

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Dann könnt ihr nochmals zwei Minuten überlegen, vor dem Hintergrund von all dem, womit ihr euch jetzt beschäftigt habt die letzten eineinhalb Stunden, gibt es etwas, was ihr jetzt vielleicht tatsächlich kurzfristig ändern wollt, also die nächsten vier Wochen? Das könnte auch einfach heißen, ihr ändert einfach die Einstellung zu euch selbst und klopft euch auf die Schulter: „Ist ja alles in Ordnung.“ Das kann aber auch heißen, dass ihr irgendwas Praktisches ändern wollt. Vielleicht einen kleinen Schritt oder vielleicht steht ein großer Schritt an. Und dann könnt ihr noch überlegen, mittelfristig, vor dem Hintergrund, was vielleicht für euch wichtig ist im Leben, gibt es etwas, wo ihr denkt, was ihr die nächsten zwei Jahre einleiten wollt? Man muss das nicht denken. Man kann auch mal sagen: „Ich warte ab, was Gott mir sagt oder was das Schicksal mir anbietet. Das ist mein bedeutsames Leben, ich stehe immer diesen Impulsen und dem zur Verfügung.“ Also, es gibt keine Notwendigkeit, dass man sich selbst Ziele setzt, aber es gibt manche Menschen, die werden jetzt vielleicht sagen: „Ja, in zwei Jahren sollte ich das und das einleiten, um dem, was mir wichtig ist, gerecht zu werden.“ Wenn ihr in langen Kategorien denken wollt – nicht jeder muss das. Wie gesagt, der reine Bhakta, also der Gott-Hingebungsvolle, der sagt: „Ich vertraue mich ganz an, ich mache das nicht.“ Oder er muss es nicht machen, so herum. Aber ein Raja Yogi würde es machen. Langfristig, länger als fünf Jahre, die nächsten fünf bis zehn Jahre, zwanzig Jahre, irgendetwas. Oft bei Eltern, die Kinder haben, steht das vielleicht an in fünf, zehn, zwanzig Jahren. Vielleicht auch bei solchen, die pflegebedürftige Eltern haben, auch da kann es anstehen, fünf, zehn, zwanzig Jahre. Aber es kann auch einfach sein, die Umstände, die man jetzt hat, man traut sich nicht, sie jetzt zu ändern, vielleicht in fünf, zehn, zwanzig Jahren. Und zum Schluss möchte ich euch noch etwas ganz Tröstendes auf den Weg geben, etwas hoffentlich Entspannendes. Nicht, dass ihr euch stresst, ein sinnvolles Leben führen zu müssen. Vom Karmastandpunkt aus kann man kein sinnloses Leben führen, denn die Philosophie des Karmas sagt, wir kriegen automatisch die Lernlektionen, die wir brauchen, um daran zu wachsen. Und deshalb, es ist nicht möglich, ein sinnloses Leben zu führen. Wir können es bewusst sinnvoll und sinnhaft führen oder wir können es unbewusst sinnhaft führen. Wir können kein sinnloses Leben führen, das ist gar nicht möglich. Deshalb, ihr müsst euch auch nicht stressen im Sinne von, wenn euch zu all dem wenig einfällt, dann geht einfach davon aus, das, was auf euch zukommt, ist das vom Schicksal geschickte, dass ihr daran wachst. Und ein Sinn kann auch sein, das bewusst anzugehen im Hier und Jetzt.

Hari Om Tat Sat

– Fortsetzung folgt –

Dies ist die 21. Folge der unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Workshops von Sukadev Bretz in der Yoga Vidya Yogaschule Essen. Für die Erläuterung der Sanskrit Ausdrücke schaue nach im Yoga Wiki. Hier ein paar weitere Links:

Umfangreiche Infos zur Yogalehrer Ausbildung

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