Warum wird Tryambakam für Verstorbene gesungen

1abaDas „Om Tryambakam“ ist eine Art Vielzweckmantra. Om Tryambhakam Yajamahe – dieser Teil besagt, Tryambaka heißt dreiäugig, Yajamahe heißt Verehrung. In diesem Teil heißt es: „Möge ich Zugang finden zu einer höheren Wirklichkeit.“ Sugandhim Pushtivardhanam heißt, der gute Ausstrahlung hat und sich um das Wohl aller kümmert. In diesem ist es ein Heilmantra für alle Wesen. Wir können also uns besonders auf diese zweite Zeile konzentrieren, wenn wir Heilenergie Menschen schicken wollen. Sugandhim Pushtivardhanam – in dieser Zeile ist diese besondere Heilkraft. Auf die kann man sich besonders konzentrieren, wenn man Heilkraft schicken will. Urvarukamiva Bandhanan – und das heißt Lösen von Bindungen. Diesen Teil sagt man für die Verstorbenen, dass sie sich lösen von Bindungen an das, was in dieser Welt ist. Mögen Verstorbene einen guten Übergang haben zu den höheren Welten und mögen die Hinterbliebenen von den Bandhas, von den Bindungen an die Verstorbenen, freikommen. Also in diesem dritten ist ausgedrückt, möge man in höhere Ebenen gut gehen. Das sagt man für Verstorbene, dass sie eben loslassen können, dass sie einen guten Übergang finden in die höheren Welten, und dass auch die Hinterbliebenen loslassen können, dass auch sie wieder Frieden finden können. Und dann, Mrityor Mukshiya Maamritat, das ist der spirituelle Aspekt des Mantras, im Sinne von, mögen wir zur Unsterblichkeit finden, mögen wir Befreiung erreichen, mögen wir erfahren: „Ich bin Brahman.“ Also deshalb, ihr findet dort diese vier Aspekte und man kann sich beim Singen des „Om Tryambakams“ auf einen oder mehrere oder alle Aspekte konzentrieren. In diesem Sinne auch ist es für Geburtstag in jedem Fall geeignet, Zugang zu einer höheren Wirklichkeit, „. Om Tryambhakam Yajamahe“, Segen für Gesundheit und Psyche, „Sugandhim Pushtivardhanam.“ Wenn es in diesem Lebensjahr ansteht, etwas loszulassen, Urvarukamiva Bandhanan, mögen wir dazu die Kraft haben. Mrityor Mukshiya Maamritat. Es ist eigentlich so, die erste und vierte Zeile sind schon ähnlich, aber die vierte dann eben Verankerung im Unendlichen.

Fortsetzung folgt –

Dies ist die 86. Folge der unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines spirituellen Retreats mit Sukadev Bretz im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für die Erläuterung der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterf´ührende Links:

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