Im Kundalini Yoga wollen wir Prana beherrschen, die Lebensenergie

In der Tantraphilosophie, auch Shiva-Shakti-Philosophie, ist auch die Theorie des Astralkörpers und der Chakras und der Nadis und der fünf Hauptpranas und der fünf Nebenpranas usw. Also, eine gewisse Philosophie ist dahinter, auch wenn Kundalini Yoga hauptsächlich ein Praxisweg ist und das hat er mit Raja Yoga gemein. Dennoch, es ist wichtig, dass man etwas versteht, denn Kundalini Yoga führt zu intensiven Erfahrungen und es ist wichtig, dass man weiß, wie man mit diesen Erfahrungen umgeht, sodass man Mut und Vertrauen hat und keine Angst, was insbesondere manchen Menschen passiert, die spontane Kundalini-Erweckungserfahrungen haben, ohne zu wissen, was ihnen geschieht. Über Kundalini-Erweckungserfahrungen werde ich am Sonntag um 12:30 Uhr etwas mehr sprechen. Kundalini Yoga hat Gemeinsamkeiten mit Raja Yoga. Raja Yoga, der Yoga der Herrschaft über die Gedanken. Und im Raja Yoga gibt es viele Praktiken, viele Übungen. Im Kundalini Yoga wollen wir Prana beherrschen, die Lebensenergie. Indem wir die Lebensenergie beherrschen, beherrschen wir auch unsere Gedanken. Man kann sagen, Kundalini ist wie ein indirekter Weg. Im Raja Yoga, wenn man merkt, dass man ärgerlich ist, dann könnte man sich der Ursachen bewusst werden, man kann an das Gegenteil denken, Geduld und Toleranz, und es gibt noch andere Raja-Yoga-Techniken. Im Jnana Yoga würde man vielleicht sagen: „Ja, was ist Ärger? Ärger ist unwirklich, ich bin das unsterbliche Selbst.“ Im Bhakti Yoga würden wir sagen: „Oh Gott, ich bin ärgerlich, bitte hilf mir!“ Und im Karma Yoga würden wir vielleicht überlegen: „Vielleicht gibt es ja einen Grund für meinen Ärger und ich muss irgendwie aktiv werden, um einen Missstand abzustellen.“ Alle haben ihren Grund. Kundalini Yoga würde sagen, Ärger ist einfach eine Prana-Erweckung. Angenommen, man ist müde und dann ärgert einen jemand, sofort ist man wach. Also ist man dem gegenüber dankbar, dass er wie so eine kleine, nicht Kundalini-Erweckung, aber Pranaerweckung in einem gewirkt hat. Jetzt muss man nur die Techniken lernen, um dieses Prana positiv zu nutzen, anstatt dass es einen schädigt und zu Herzproblemen führt. Kundalini Yoga hat auch Bhakti Yoga. Bhakti Yoga ist der Yoga der Hingabe. Klassisch im Kundalini Yoga ist die Verehrung der Göttin. Kundalini Yoga gehört zum großen tantrischen System, zudem auch eine Philosophie gehört, und wo klassischerweise der weibliche Aspekt Gottes verehrt wird, also die Göttin. Sei es in der transzendenten, abstrakten Form als Shakti, Energie, Parashakti, höchste Energie, sei es auch in konkreten Manifestationen wie Durga, Lakshmi, Saraswati, Kali, über deren Bedeutung werde ich vielleicht auch das ein oder andere am Wochenende noch sagen, vielleicht am ehesten am Sonntagmittag. Aber jede Form von Gottesverehrung ist mit Kundalini-Yoga gut verbindbar, es ist hilfreich, Gottesverehrung auch zu haben. Es ist nicht absolut notwendig, aber es ist hilfreich aus mehreren Gründen. Das eine ist, manchmal kommen bestimmte Erfahrungen, wenn man intensiv praktiziert, die einen vielleicht aus seinem Körperbewusstsein herausheben und da gibt es den ein oder anderen, der vielleicht ein bisschen Angst dort kriegt. Es gibt keinen Grund, davor Angst zu haben, es kann einem nichts Schlechtes passieren, wenn man sich an Regeln hält und die Energietechniken in einer richtigen Kombination übt, und das werdet ihr ja hier lernen, aber manchmal braucht man irgendwas, woran man sich festhalten kann und das ist eben eine Beziehung zu Gott, zur Göttin, zum kosmischen Bewusstsein.

– Fortsetzung folgt –

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Im Kundalini Yoga geschieht die Erweckung durch eine systematische Vorbereitung, einer Reinigung des Energiesystems, dann eine Erhöhung des Pranas

Kundalini Yoga harmonisiert die verschiedenen Fähigkeiten und dann irgendwann erfolgt schrittweise die Erweckung der Kundalini. Eine solche Erweckung kann als Ausdruck haben, schrittweise mehr Energie für alles, was man tut, schrittweise Entfaltung von Talenten und Fähigkeiten, die man vorher nicht kannte, einer Erweiterung des Bewusstseins. Bei manchen Menschen mag es auch etwas dramatischer sein, Hitze oder Glühen in der Wirbelsäule, ein Erzittern des Körpers, ein automatisches Einnehmen von Yogastellungen und Atemübungen, Wahrnehmung subtilerer Welten, Reduzierung des Schlafbedürfnisses, Energieempfinden und ganz besondere ekstatische Erfahrungen. Kundalini Yoga ist allerdings nicht die Soforterweckung. Es ist nicht so, wenn man das erste Mal zum Kundalini-Yoga-Seminar geht, dass dann all eure Kundalinis sofort erwacht sind. Ein paar sind aus dem zweiwöchigen Sadhana-intensiv, wo ihr bis zu vielen Stunden Pranayama üben werdet, insbesondere in der zweiten Woche. Dort gibt es dann schon mehr Menschen, die auch intensivere Erfahrungen machen. An einem solchen Wochenende ist es mehr, mehr Prana, Reinigung der Nadis, Energiekanäle, Öffnen der Chakras und danach tiefere Erfahrungen in euren Praktiken und mehr Kraft für den Alltag nächste Woche.

Kundalini Yoga hat Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den anderen Yogawegen. Es gibt verschiedene Einteilungen des Yoga. Die meisten von euch sind vertraut mit den sechs Yogawegen. Swami Vivekananda, der um 1900 gelebt hat, hat so die Einteilung in vier Yogawege populär gemacht und auf die will ich mich zunächst beziehen und dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Kundalini Yoga aufzeigen. Wie heißt dieser Yoga weiter? Jnana Yoga, der Yoga des Wissens, eine gewisse Philosophie, ein gewisser Erkenntnisweg durch Befragung. Dann gibt es Raja Yoga. Raja Yoga, der Yoga der Geisteskontrolle und der systematischen Beherrschung der Gedanken. Raja heißt König. Dritter Yoga heißt Bhakti Yoga, der Yoga der Hingabe und Gottesverehrung. Ich habe auch schon gehört, Karma Yoga, der Yoga des uneigennützigen Dienens und des Handelns ohne Verhaftung. Man kann auch sagen, Engagement ohne Wünsche. Kundalini Yoga hat jetzt Gemeinsamkeiten mit all diesen Yogawegen. Im Kundalini Yoga gibt es auch eine Philosophie. Die meisten von euch sind vertraut mit Vedanta, der Philosophie des Absoluten, Brahman, Bewusstsein, Maya, die Kraft der Illusion und Jagad, die Welt. Im Kundalini Yoga spricht man mehr von Shiva und Shakti. Shiva in der Bedeutung von Bewusstsein, Shakti als kosmische Energie. Durchaus große Ähnlichkeiten, wie viele moderne Yogis im Westen gerne sich auf das Göttliche beziehen als kosmische Energie, Shakti, oder als Bewusstsein, Intelligenz hinter allem, mit anderen Worten, Shiva. Und so hat Kundalini Yoga eine ganze Kosmologie entwickelt, darüber werden wir morgen früh etwas erzählen. Diese wird auch als Tantra bezeichnet, also Tantraphilosophie. Ich werden morgen früh auch etwas mehr über Tantrismus erzählen. Und die Tantraphilosophie hat eben auch eine Kosmologie im Sinne von: Wie ist die Welt entstanden? Was ist die Welt? Spricht über sieben Ebenen der Schöpfung, über kausale, astrale Welten, physische Welten. Ich spreche dann auch über die Auflösung der Welt, zunächst mal auch die Rückkehr, also erstmal die Individualisierung und die Rückkehr des Individuums zum Höchsten und beschreibt die ganzen Schöpfungszyklen in sehr großen Zeitintervallen.

– Fortsetzung folgt –

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Kundalini Yoga sagt, das Selbst aller Wesen Kundalini Yoga selbst sagt, es gibt ein riesiges Potenzial im Menschen

ist eins mit dem höchsten Wesen. Im Kundalini Yoga wird das höchste Wesen Shiva genannt. Und diese Energie hinter Shiva wird als kosmische Energie, Shakti genannt. Und Kundalini selbst ist die Schöpfungsenergie im Menschen, sie ist die evolutionäre Energie. Kundalini, kann man auch sagen, ist die Kraft hinter der Entfaltung des ganzen Lebens. Ich werde da noch sehr viel mehr in Einzelheiten gehen. Heute Abend will ich eher so einen kleinen Überblick geben. Wenn wir uns die Welt anschauen mit diesen wunderschönen Pflanzen und Tieren und Menschen, ist eigentlich unglaublich, wie sich das alles entwickelt hat. Die darwinsche Evolutionstheorie erklärt, mindestens für mich, das Ganze nicht ausreichend, wie aus Steinen und Wasser irgendwo Leben entstanden ist. Auch wenn ich in letzter Zeit eine Reihe wissenschaftlicher Hörsendungen über Evolutionsbiologie gehört habe, überzeugen konnten sie mich nicht. Aber ich bin ja auch vorgeprägt. Ich meine, die darwinsche Evolutionstheorie kann sehr gut verbunden werden mit der Theorie von Kundalini Yoga. Dass diese Shakti, die das ganze Universum geschaffen hat, auch das Leben entfalten will und so Leben zum Ausdruck bringt und so diese Kraft ist, die Pflanzen entwickeln lassen hat, Tiere entwickeln lassen hat, den Menschen hat entwickeln lassen. Im Menschen ist dann Kundalini die Kraft hinter jeder außergewöhnlichen Begabung. Kundalini wird auch im Kundalini Yoga bezeichnet als die Kraft hinter allen Genies. Sie ist die Kraft hinter Wissenschaftlern, hinter Dichtern, hinter Denkern, hinter Komponisten, hinter Menschheitswohltätern, die Außergewöhnliches geleistet haben. Wenn wir Biographien lesen von den ganz großen Genies und manchmal die Briefe, dann wird man feststellen, dass sehr viele davon eine Phase hatten, wo sie beschrieben haben, dass sie wie unter Strom gestanden haben, dass sie eine heiße Wirbelsäule hatten, dass sie aus ihrem Körper herausgerissen wurden, dass sie Lichterfahrung hatten und dass das, was durch sie hindurch gekommen ist, dass das irgendwo von einer höheren Warte war und sie sagen, „das war nicht ich, ich bin nur ein Instrument dafür“. Kundalini ist auch die Energie hinter höheren spirituellen Erfahrungen, es ist die Energie hinten den großen Religionsschriften. Kundalini ist somit die evolutionäre Energie auch hinter der ganzen Menschheit. Wir haben gerade in den letzten paar hundert Jahren und vielleicht in den letzten Jahrzehnten einen sehr großen äußeren technischen Fortschritt gemacht. Allmählich entwickelt sich die Technik soweit, dass der Mensch es kaum noch beherrschen kann. Ein innerer Fortschritt ist notwendig und ein innerer Fortschritt eigentlich nicht nur von einzelnen, sondern auch der Menschheit als Ganzes. Und viele großen Meister und Meisterinnen verschiedener Traditionen sagen, dass wir vor einem solchen Fortschritt oder Bewusstseinsschritt stehen. Die Kundalini selbst kann langsam, schrittweise sich entfalten, ohne dass man ganz schnelle, außergewöhnliche, dramatische Erfahrungen hat. Die Kundalini kann von Kindheit an erwacht sein. Die Kundalini kann spontan erwacht werden. Sie kann erweckt werden durch jede Form von spirituellen Praktiken.

– Fortsetzung folgt –

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Kundalini Yoga ein Yogaweg, der uns auf allen Wegen stützen will und Energie und Kraft geben gibt

Je nachdem, wohin wir unseren Geist im Kundalini Yoga richten und wo auch immer wir gefordert werden, dort kann dann diese Energie hinfließen. Im Kundalini Yoga gibt es aber auch gewisse Gefahren, denn Energie kann genutzt werden, Energie kann aber auch missbraucht werden. Es gibt eine ganze Reihe von Menschheitsverführern, die auch viel Prana und Energie haben und die die Menschen ins Elend gestürzt haben. Hier in diesen Breiten gab es ja so jemanden vor über siebzig Jahren, der hatte eine sehr starke Energie, der hatte auch irgendwelche schwarzmagischen Praktiken geübt. Die ganzen Nazis hatten verschiedenste Aspekte und ein Aspekt war auch, dass sie okkulte schwarzmagische Praktiken gemacht haben, um Prana zu erzeugen, aber sie haben sich auch genährt mit Hasswolken und haben auf diesen Energien dort Ausstrahlung gehabt. Und so gibt es auch in der alten indischen Mythologie so genannte Asuras. Asuras waren oft Menschen, die sehr viel praktiziert haben, sehr viel Pranayama auch geübt haben. Und dann haben sie sehr viel Prana gehabt und mit diesem Prana haben sie dann Macht an sich gerissen und haben dann die Menschheit versklavt, manchmal sogar soweit, dass sie auch die Engelswesen dort irgendwo besiegt haben und zu Sklaven gemacht haben. Das darf man jetzt nicht alles wörtlich nehmen, aber es soll eben heißen, mehr Prana kann eben auch dunkle Energie sein, weshalb Kundalini Yoga auch viele Jahrhunderte lang recht geheim gehalten wurde. Aber gerade in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, dort haben die großen Meister, insbesondere Swami Sivananda, später auch Swami Vishnudevananda, erkannt, dass gerade spirituelle Aspiranten mehr Energie brauchen, dass gerade diejenigen, die hohe Ideale haben, mehr Energie brauchen, und dass die, denen es mehr um Macht und Ego geht, die haben nicht mehr die große Wahrscheinlichkeit, dass sie stundenlang Pranayama üben, die werden eher PR-Berater haben und Vitamin B schlucken oder nutzen, das heißt, Beziehungsgeflechte knüpfen und es gibt da ja alle möglichen Dinge, die man dort machen kann, und eine Hand wäscht die andere, Korruptionsgeflechte. Das heißt nicht, dass alle mit Macht und in der Politik so sind, aber die Egoistischen, denen es nur um Macht geht, die würden es machen. Glücklicherweise gibt es auch unter den Politikern einige, die das aus Idealismus machen. Aber wichtig ist auch, Menschen, die höhere spirituelle Ideale haben, dass diese die Kraft haben, das Prana haben, diese Dinge auch zu nutzen und einen Beitrag zu leisten für mehr Lichtenergie und mehr Gutes in dieser Welt. Das ist also Ziel des Kundalini Yoga.

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Das Sieben-Chakra Modell im Yoga

Im Sieben-Chakra-Modell wird vom Muladhara Chakra gesprochen und so will uns das Kundalini Yoga Energie geben auch für Erdung, für Naturempfindung, für gewisse Beständigkeit und Ausdauer und auch für das ganz praktische Leben. Kundalini Yoga will einem Energie geben für die zweite Ebene, Swadhisthana Ebene. Das heiße, dass wir eine gute Ausstrahlung haben, dass wir mit anderen Menschen kommunizieren können. Eine gewisse Gefahr, vielleicht auch eine gewisse Schönheit, sexuelle Attraktivität ist auch mit dem zweiten Chakra verbunden. Gefahr wie auch Schönheit, je nachdem, wie ihr das sehen wollt. Wenn ihr in einer festen Paarbeziehung seid, kann diese Paarbeziehung neue Kraft und Energie bekommen. Wenn ihr eine Paarbeziehung wünscht und keine habt, dann übt viel davon und dann kriegt ihr auch auf der Ebene Energie und Anziehungskraft. Wenn ihr das nicht haben wollt, dann müsst ihr die Energie dann zügig nach oben ziehen. Beides ist möglich, beides sind Aspekte von Spiritualität. Zweite Chakra Ebene ist aber auch die Ebene der Heilung. Ihr werdet auch heilende Fähigkeiten entwickeln. Sowohl im Kleinen, wenn ihr ein Kind habt und dann, Kind ist krank, ihr wisst alle, eine der einfachsten Methoden, wenn es eine einfache Krankheit ist, ist, sanft so ein bisschen drüber reiben und massieren. Man kann natürlich sagen, es wird irgendein Hormon freigesetzt, das hat sogar irgendeinen Namen und irgendwelches Dopamin wird im Hirn ausgeschüttet. In letzter Zeit höre ich mir so ein bisschen Hörsendungen an über Hirnphysiologie. Vom Yogischen her würde man aber sagen, Prana wird auch übertragen, Liebe wird übertragen und wenn ihr mehr Swadhisthana Prana habt, dann fließt mehr diese Heilenergie durch euch hindurch. Auch, viele von euch sind werdende Yogalehrer oder schon seit vielen Jahren unterrichtende Yogalehrer, auch da ist hilfreich, wenn diese Heilenergie vermehrt durch euch hindurch fließt. Manipura Chakra, Energie von Mut, Willenskraft, Selbstvertrauen, sich durchsetzen können, Enthusiasmus, ein gewisses inneres Feuer, Sonnenenergie, ist wichtig, gerade und besonders in der heutigen Welt und nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen. Und in der westlichen Welt, was so früher ein Symbol des Weiblichen war, das Freundliche, das Unterstützende, das im Hintergrund Stehende und so die typischen christlichen Heiligen waren die, die mehr so oft im Hintergrund waren. Nicht alle, die Hildegard war auch ganz schön massiv und hat sich durchgesetzt gegen alle, und die Theresa von Avila auch. Im Indischen haben wir Durga, die göttliche Mutter, die mit einem Schwert in der Hand für ihre Kinder einsteht, aber nicht nur Kinder, sondern eigentlich die Kraft hinter dem ganzen Universum. Und so ist es wichtig, dass diese Manipura Energie auch wächst. Manchmal ist so eine gewisse Gefahr da, dass Aspiranten im Westen zu freundlich werden. Es ist wichtig, Ahimsa zu üben, es ist wichtig, Liebe zu üben, aber das heißt nicht, dass, wenn uns irgendjemand was Unfreundliches sagt, dass wir dann abhauen und sagen: „Ich will damit nichts zu tun haben, das ist mir alles zu unspirituell, anstrengend, weltlich. Außerdem mag mich dort keiner und dann geht mein Schwingungszustand verloren.“ Also, Kundalini Yoga will sagen, wir müssen uns auch durchsetzen können und da ist diese Manipura Energie. Manchmal heißt es, „der Klügere gibt nach“, und ich sage, wenn es so wäre, würden die Dummen die Welt regieren. Das wollen wir auch nicht haben, oder? Und so ist es gut, dass spirituelle Aspiranten, die hohe Ideale haben, dass die ihre Manipura Energie aktivieren und sie aber auch in die Welt bringen und sich für das Gute engagieren. Aber dort bleibt es auch nicht stehen. Es geht weiter zum Herzchakra, Herzenergie. Eigentlich die drei mittleren Chakras, Bauch, Herz und Kehle, stehen auch für Emotionen und Gefühle, die wir harmonisieren wollen. So kann Kundalini Yoga auch helfen, viele emotionale Blockaden zu lösen, kann uns helfen, dass Liebesfähigkeit sich entwickelt. Man kann sagen, Manipura ist so wie die individuelle Liebe, die Herzliebe, ist so mehr die Liebe, die mehr uneigennützig ist, und wenn sie nach oben ausgerichtet ist, geht sie zum Göttlichen. Alle drei Lieben gehören irgendwo zusammen. Liebe auch zu einzelnen, Manipura-Liebe ist auch durchaus verhaftete Liebe. Die Liebe zwischen Mann und Frau, die dann bis ins Swadhisthana Chakra noch hinunter geht, die aber hoffentlich auch zum Herzen hoch geht und zum Göttlichen ausgerichtet ist. Gestern haben wir hier gerade so eine Hochzeitsfeier gehabt und vielleicht spreche ich deshalb öfters über diese Aspekte als sonst. Also, in einer Beziehung gehören all diese Ebenen dazu. Aber auch Liebe zu der Mutter Natur, allen Wesen und Liebe zum Göttlichen. Und es geht weiter, Vishuddha Chakra ist nicht nur Liebe zum Göttlichen – nicht nur, was könnte es Höheres geben – aber es ist auch Liebe des Ausdrucks, Kommunizieren können, verstehen, was andere meinen, ausdrücken können, was man selbst meint. So viele Missverständnisse kommen, weil Kommunikation nicht richtig funktioniert. Kundalini Yoga will auch helfen, dass ihr euch besser verständigen könnt und auch, dass in euren Worten mehr Kraft ist. Kundalini Yoga will auch die Ajna Chakra Energie stärken. Auf der einen Ebene, klar denken, Unterscheidungskraft haben, auch intellektuelle Klarheit, aber es heißt auch Intuition und höhere Erkenntnis. Schließlich Sahasrara Chakra, das eine, das Gefühl der Gnade Gottes, das Gefühl, geführt zu werden, das Gefühl der Verbundenheit. Das gibt es sicher auch im Herzen, aber auch im Sahasrara Chakra. Und im Höchsten steht Sahasrara Chakra für die Einheit mit dem Unendlichen.

– Fortsetzung folgt –

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Einführung ins Kundalini Yoga, Teil 1

Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist ein ganz besonders wichtiger Yoga, gerade in unserer heutigen Zeit. Kundalini Yoga ist der Yoga der Energie und Energie ist vielleicht eines der Hauptschlagworte unserer Zeit. So sehr, dass wir vergessen, vor zweihundert Jahren hätte fast niemand das Wort „Energie“ in den Mund genommen. Es gab einen großen Meister namens Yogananda, von dem haben viele von euch schon gehört, der hatte wiederum einen Meister, der hieß Shri  Yukteswar, und der hatte so gesagt, das Besondere im neuen Zeitalter wäre Energie und gerade deshalb wären die Kudalini-Yoga-Techniken, die in der Tradition Kriya Yoga genannt werden, aber was dort als Kriya Yoga bezeichnet wird, ist im Grunde genommen Kundalini Yoga, daher wären diese Energiepraktiken im neuen Zeitalter ganz besonders wichtig. Und das ist auch deshalb interessant, der hat das irgendwann um die Jahrhundertwende, also um 1900, gesagt, als der Ausdruck „Energie“ noch nicht so im Mund war. Wir sprechen heute von Energiekrise, also die ganze Erde, die Zivilisation. Eigentlich nicht wirklich die Erde, sondern die menschliche Zivilisation. Aber eben auch, wir selbst spüren, wir brauchen mehr Energie, wir brauchen mehr Kraft. Das moderne Leben ist anspruchsvoll geworden, die Menschen schlafen etwas drei Stunden weniger nachts, als sie es noch vor zweihundert Jahren gemacht haben, die Menschen arbeiten sehr viel intensiver. Man erzählt so stolz von den Produktivitätsfortschritten gerade in Deutschland der letzten Jahre, welche einen neuen Wirtschaftsaufschwung ermöglicht haben. Man vergisst nur, ein Produktivitätszuwachs heißt, dass Menschen mehr machen müssen in weniger Zeit. Und das ist anscheinend gelungen und das heißt, dass Menschen mehr tatsächlich tun müssen. Dann wird es auch künftig nicht einfacher werden. In dem Maße, wie die so genannten Drittweltländer zum Erstweltland werden – komischer Ausdruck sowieso – also jedenfalls die Schwellenländer auch zu Industrieländern werden, wächst die Konkurrenz zu den etablierten Wirtschaften und die Chinesen und die Inder und wer weiß, irgendwann werden noch die Afrikaner folgen und die Osteuropäer sowieso. Die werden genauso gute Ausbildung, wenn nicht bessere Ausbildung haben wie hier, und dann gibt es letztlich auch wieder mehr Anspruch an das Energieniveau. Gut, und so, auch Partnerschaft ist heute etwas, wo man durchaus auch mehr Energie reinstecken auch will, weil man dort höhere Ansprüche daran hat. An das Elterndasein sind höhere Ansprüche gestellt als früher. Auch an Freizeitbeschäftigung sind größere Ansprüche gestellt. Für alles braucht man letztlich Energie. Von daher, nicht umsonst ist Kundalini Yoga ein Yogaweg, der besonders populär ist und den viele Menschen üben wollen, denn er gibt einem genau das, was wir brauchen, Energie auf allen Ebenen. Das Schöne am Kundalini Yogaweg ist eben, dass er, egal, was wir tun, mit mehr Energie füllt. Und die meisten von euch haben von den sieben Chakras schon gehört, manche von euch haben sich da schon sehr intensiv damit beschäftigt. Das Schöne am Kundalini Yoga ist, es will alle Chakras öffnen, uns helfen, auf allen Ebenen, wo wir wollen, intensivere Erfahrungen zu machen, mit mehr Energie wirken zu können, will uns aber auch helfen, dass wir nirgendwo hängenbleiben, will uns schließlich helfen, dass wir unseren Geist zur Ruhe bringen können, mit der Ruhe aber auf ein höheres Schwingungsniveau, sodass wir schließlich in die Lage kommen, das Göttliche zu erfahren – Kundalini ist ein Erfahrungsweg – das Göttliche verwirklichen und dann auch zu Instrumenten dieses Göttlichen werden, sodass wir diese Energie wieder in den Alltag bringen.

– Fortsetzung folgt –

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Ist jede Energie-Erfahrung gleich eine Kundalini Erfahrung?

Oft haben Yoga Übende Energie Erfahrungen. Sehr verbreitet sind Hitze, Schütteln, Zittern, Pulsieren, Vibrieren, Spüren von Energien. Ist das immer gleich die Kundalini? Ist das gleich eine „Krise„, wie manche Aspiranten vermuten?

Vom Kundalini Yoga Standpunkt gilt: Energie-Erfahrungen können von verschiedenen Ebenen aus gemacht werden. Es gibt

  • Reinigungserfahrungen: Die meisten Energie Erfahrungen sind eigentlich Reinigungserfahrungen. Prana will fließen, wird aber blockiert. Im Zuge der Reinigung, d.h. Auflösen der Blockaden kommt es zu Hitze, zu Erzittern, Schütteln etc.
  • Prana Aktivierung: Wer regelmäßig Kundalini Yoga Übungen praktiziert, bekommt ein Mehr an Prana, an Lebensenergie
  • Vata oder Pitta Überschuss: Das sind Aspekte, über die im Ayurveda viel gesprochen wird. Wenn Vata übersteuert wird, kann es zu Unruhe, Schlafstörungen, Ängsten kommen – das hat mit Kundalini nichts zu tun. Wenn Pitta übersteuert ist, kommt es zu Hitze, Reizbarkeit etc. Auch das sollte man nicht mit Kundalini verwechseln – und stattdessen sich an Ayurveda Empfehlungen halten

Vom klassischen Kundalini Yoga Standpunkt aus sind nur Energieerfahrungen die mit Bewusstseinserweiterung verbunden sind, tatsächlich Kundalini Yoga Erfahrungen. Und diese sind recht selten…

 

Kundalini YOga als Entwicklungsprozess

In der Kundalini Yoga Psychologie wird von Entwicklungsprozessen gesprochen.

Die Kundalini schläft  – aber nur symbolisch. In Wahrheit ist sie die schöpferische Kraft im Universum. Alles verändert sich – alles fließt. Aber nicht einfach nur so. Sondern alles ist in Entwicklung begriffen. Man könnte sagen: Kundalini Yoga Psychologie ist Entwicklungspsychologie, Evolutionspsychologie – die Psychologie des Kosmos.

Kundalini Yoga Richtungen

Es gibt einige verschiedene Richtungen im Kundalini Yoga. Im Westen sind besonders von Bedeutung:

  • Klassisches Kundalini Yoga in Verbindung mit Hatha Yoga: Hier werden insbesondere Hatha Yoga Übungen praktiziert, meistens längeres Halten der Asanas, intensiveres Pranayama in Verbindung mit Bandhas und Mudras. Oft sind dabei auch spezielle Meditationstechniken und Mantras dabei. Bekannteste Vertreter dieser Richtung sind z.B. Yoga Vidya, Sivananda Yoga etc.
  • Kundalini Yoga in der Tradition von Yogi Bhajan von der 3HO Bewegung. Yogi Bhajan war ja ein Sikh. Er entwickelte aus der Sikh Tradition sowie einiger Kenntnis des traditionellen Kundalini Yoga eigene Übungen, die er zu einem eigenen Kundalini Yoga System zusammenfasste. Oft wird, gerade im Westen, Kundalini Yoga mit dem von Yogi Bhajan gelehrten System gleichgesetzt. Vermutlich ist diese Form des Kundalini Yoga im Westen die populärste
  • Kundalini Yoga Meditation nach Osho, früher Bhagvan, Bhagwan bzw. Rajneesh genannt. Das ist kein Kundalini Yoga im traditionellen Sinne. Es ist vielmehr eine Art energetisches Tanzen bzw. „Abtanzen“ mit anschließender stillen Meditation. In den 80er und frühen 90er Jahren war diese Form von Kundalini Yoga recht populär, ist heute aber nicht mehr so bekannt

Mehr Energie im Alltag

Wie kann man Energie im Alltag erfahren?

Kundalini Yoga gibt ja viele Übungen, um sich aufzuladen mit neuer Kraft und Inspiration. Yoga Asanas (Körperstellungen), Pranayama (Atemübungen), Tiefenentspannung, Yoga Nidra, Kundalini Meditationen, Laya Yoga Techniken, Mudras, Bandhas, Kriya Yoga – eine Fülle von hochwirksamen Übungen für mehr Energie und Kraft.

Was aber kannst du im Alltag tun? Hier einige Tipps

  • Atme zwischendurch immer wieder bewusst tief mit dem Bauch
  • Wiederhole Affirmationen wie „Ich bin voller Kraft und Energie“
  • Wenn du mit Menschen zusammen bist, die wenig Energie haben, stelle dir vor, dass du beim Einatmen Lichtkraft von oben aufnimmst und sie beim Ausatmen zu dem betreffenden Menschen schickst
  • Wiederhole Mantras im Alltag
  • Manchmal hilft eine kurze Tiefenentspannung von 10 MInuten, damit Prana, die Lebensenergie, wieder fließen kann
  • Finde selbst heraus, was dir hilft – vieles von dem, was du als separate Praxis lernst, kannst du auch gut in den Alltag integrieren.