Vision als Grundlage von Entscheidungen – manchmal

Aus einer Vision ist letztlich Yoga Vidya entstanden. Ich war irgendwann mal 1992 in Indien, nachdem ich die Zentren, wo ich vorher war, verlassen hatte. Ich wusste nicht genau, was ich machen sollte, und da hatte ich dann eine Vision von Swami Sivananda und da war irgendwo klar, obgleich ich Amerika geliebt hatte und dort viele Jahre ja verbracht hatte, hieß es dann, „du sollst zurück gehen nach Deutschland und dort in Frankfurt ein Yogazentrum aufmachen, daraus entsteht dann fünf Jahre später ein Ashram und eine größere Yogabewegung“. Und ein paar Jahre vorher hatte ich so eine andere Vision, dass im neu entstehenden Zeitalter, dass dort Yoga eine wichtige Bedeutung haben würde und dass ich eine Aufgabe dort hätte, Yoga dort mit zu verbreiten. Und zusammen mit einem anderen, dem tiefen Wunsch nach Selbstverwirklichung, für mich ist es jetzt einfach, ich habe die übergeordneten Ziele.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Ziele finden und umsetzen – letzter Workshop beim Yoga-Seminar „Den inneren Schweinehund überwinden“

Ich wollte heute Nachmittag in diesem Seminar „Den inneren Schweinehund überwinden“ nochmals  ein paar Tipps geben zur Yogapraxis und eine Möglichkeit auch vorstellen, die manche von euch ja auch schon machen, eben ein Tagebuch zu führen, was man dort machen kann. Ich möchte auch nochmal ein paar Tipps geben, wie man Entscheidungen vielleicht treffen kann.
Fangen wir erst mal an mit, wie findet man eine Entscheidung? Wie trifft man Entscheidungen? Das wäre natürlich ein ganzes Wochenende für sich, so dass ich da jetzt eher nur ein paar Anregungen geben will. Und es gibt ja auch jede Menge Bücher darüber zu dem Thema. Wir haben auch hier im Haus das Seminar „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“ und da ist ein großer Anteil davon, letztlich Ziele zu finden. Ich möchte also ein paar Sachen sagen. Manche haben das Glück, es gibt ein übergeordnetes Ziel und für viele stellt sich die Frage dann nicht. Dort ist dann nicht die Frage, „was ist mein übergeordnetes Ziel?“, sondern es ist mehr die Frage, „wie komme ich dort hin?“

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Wie findet man seine Ziele

Frage eines Teilnehmers aus dem Seminar „Den inneren Schweinehund überwinden“:
„Dass Ziele umgesetzt werden. Gestern wurde doch angedeutet, dass es erst mal wichtig ist, Ziele zu finden. Die haben das ja sehr spontan gemacht, Moniseur Tondeux und die Madame Strite, das war mehr als Scherz gemeint. Wie kommt man zu Zielen hin? Das wäre eigentlich ein Schritt, der davor kommen müsste.“
Da können wir dann nochmal um 12:30 Uhr detaillierter hingehen. Ich schreibe es auch einfach nochmal hin. Ich hatte auch gesagt, man muss Klarheit des Zieles haben usw. Aber wie kommt man zu Zielen? Und vielleicht auch noch etwas: Ziele auch attraktiv machen. Auch nochmal unter der Voraussetzung, wenn ich die Ziele habe. Jetzt möchte ich euch gerade mal so ein paar Minuten bitten, nehmt wieder euren Zettel oder nehmt euch einen anderen Zettel und schreibt jetzt mal so ein bisschen auf, wie ihr vielleicht damit umgehen könnt. Schaut, gibt es irgendein Ziel, das ihr euch vielleicht setzt und das könnt ihr erst mal überlegen, „wie kann ich das, was ich erreichen will…“ Macht es erst mal mit etwas Einfachem. „Wie kann ich das klein machen? Wie will ich das zeitlich beschränken? Wie kann ich das machen, dass es mir erst mal leicht fällt?“ Das sind so diese Dinge. Und dann zusätzlich schauen: „Was könnte mich dazu motivieren, dass es mir leicht fällt?“ Eben alles unter der Prämisse: „Ich habe in mir wohlmeinende Teammitglieder, die aber auch überzeugt und motiviert werden wollen. Wie kann ich mich selbst oder meine Teammitglieder oder meine Psyche motivieren?“ Und da könnt ihr auch einfach mal eine Stoffsammlung machen. Evtl. auch könnt ihr überlegen: „Was hat mich in früheren Situationen motiviert?“ Jeder von euch hat ja schon Wichtiges umgesetzt und sicherlich in seinem Bereich auch große Sachen umgesetzt und wichtige Sachen umgesetzt. Da könnt ihr überlegen: „Wie habe ich das gemacht und ist das vielleicht anwendbar?“
Diejenigen, die noch schreiben, können weiter schreiben oder diejenigen, die das mehr im Geist durchspielen, können das auch weiter machen. Wer schon fertig ist, könnte auch nochmal etwas anderes einfach überlegen: „Wann habe ich mir schon mal etwas Großes vorgenommen“ – jetzt durchaus auch was Großes „und ich habe es auch umgesetzt?“ Nicht, „wann habe ich mir etwas Großes vorgenommen und habe es nicht umgesetzt“, sondern ihr könnt mal überlegen, „wann habe ich mir etwas Großes vorgenommen und es umgesetzt?“ Das muss jetzt nicht die Besteigung des Mont Everest sein, aber was für einen selbst irgendwo groß war. Und dann auch noch überlegen: „Wie habe ich das gemacht und wie ist das passiert?“ Könnt ihr überlegen und manchmal hilft es ja sogar, aufzuschreiben. Vielleicht fallen euch mindestens eins oder zwei oder drei Faktoren ein. So der Hintergrund ist, wenn ihr da so ein paar Sachen überlegt, dann stellt ihr vielleicht plötzlich fest, „und das motiviert mich am meisten“. Dass es vielleicht in der Situation von selbst passiert, „aber vielleicht das entscheidende Element, was mir in der Situation geholfen hat, das umzusetzen, war vielleicht beim ersten Mal außerhalb von meinem bewussten Tun, aber vielleicht ist etwas davon auch in der gegenwärtigen Situation umsetzbar.“ Also, gerade noch mal so zwei Minuten schaut, ein oder zwei oder drei Sachen, die ihr euch vorgenommen habt, die ihr umgesetzt habt und dann überlegt: „Welche Faktoren haben diese leichte Umsetzung ermöglicht und erleichtert?“

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Fasse klare Entschlüsse – und gehe kleine Schritte – und bedanke dich

Also, hier einfache Affirmationen in der Hinsicht können dort helfen. Das nächste ist auch, kleine Schritte definieren. Also, wenn es etwas Großes ist. Gerade dann, wenn man erfolgsmotiviert ist, dass man Erfolge sieht. Also, wenn man sich etwas Großes vornimmt, dann Schritt für Schritt. Wenn man z.B. sich vornimmt, „irgendwann will ich jeden Tag eine halbe Stunde Yoga üben“, dann kann man es so weit machen, „den Rest vom Januar mache ich fünf Minuten“.  Und dann, wenn man das bis zum Ende durchgehalten hat, dann folgt Loben oder Belohnen. Also, am Ende der Woche sagt man sich dann, „danke, liebes Unterbewusstsein“ oder „danke, mein Team, habt ihr toll hingekriegt!“ Und wenn der Schritt vielleicht ausreichend groß ist, man kann auch feiern. Und das ist gut, wenn ihr das schon von vorneherein irgendwo festlegt, was das ist. Nicht allen liegt das, aber gerade wenn ihr eher so eine Kapha-Natur habt, dann ist irgendwo sich belohnen und loben gut, wenn ihr eine Vata -Natur habt, dann ist Feiern irgendwo gut. Wenn ihr eine Pitta -Natur habt, ein gutes Loben ist dann irgendwo wichtig. Aber zusätzliche Belohnungen und Feiern ist dann nicht unbedingt notwendig. Es reicht aus, dass das Selbstbewusstsein steigt, allein dadurch, dass ihr es erreicht habt und dann ist schon – man kann sagen – der Erfolg motiviert. Einen Pitta -Menschen motiviert nichts mehr als irgendwo ein Erfolg. Einen Vata -Menschen motiviert das, wenn er irgendwo was feiert auf die ein oder andere Weise. Und den Kapha-Menschen, wenn er irgendwo sich dort belohnt. Es muss jetzt nicht heißen, dass eins davon zutrifft. Die meisten Menschen sind komplex genug, dass sie Anteile von allem haben oder auch von etwas anderem. Man könnte z.B. sagen: „Wenn ich dann die Krähe erreicht habe, dann werde ich anschließend zum Inder gehen und dann ein gutes Abendessen dort zu mir nehmen.“ Oder: „Ich werde mir dann irgendetwas anderes gönnen.“ Oder irgendwo, manche Menschen, die eher sozial sind, es hilft manchmal auch, mit anderen absprechen. Wie z.B. dieser Moniseur Tondeux und die Madame Strite, die haben sich beide gesagt, „zum achtzigsten Geburtstag können wir den Skorpion“. Also, wenn man jemanden hat, mit dem man sowas ausmachen kann, dann hilft das.

(Mitschnitt eines Vortrags im Rahmen eines Seminars im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg)

Mit 80 Jahren die Yoga Asana Skorpion lernen

Ich kann euch dort auch mal so ein Beispiel geben. Ich hatte irgendwann mal Yoga für Senioren unterrichtet. Ich habe mal ein Yogazentrum in Genf geleitet, das war irgendwo eingemietet in einem riesen Seniorenkomplex. Und eines Tages kam dort einer zu mir von den Senioren, die waren schon in den normalen Yogastunden integriert, und hat gesagt: „Am Soundsovielten werde ich achtzig und vor acht Jahren habe ich mit einer anderen, die mit mir zusammen im gleichen Yoga Anfängerkurs war, habe ich eigentlich scherzhaft gesagt, im achtzigsten Lebensjahr können wir den Skorpion. Und ich habe jetzt noch soundso viel Tage, um den Skorpion zu können. Könntest du mir bitte Einzelstunden geben?“ Und der hat dann tatsächlich an seinem achtzigsten Geburtstag dann auch den Skorpion gekonnt und zwar zum ersten Mal ohne Hilfe. Und die andere Dame – ich kann mich noch gut an die beiden erinnern. Das eine war der Moniseur Tondeux und danach kam die Madame Strite. Und die hat gesagt, sie wäre die andere, mit der der Marcelle, wie er auch hieß, sich das vorgenommen hätte und sie hätte auch demnächst Geburtstag, ob ich ihr das auch beibringen könnte. Und sie konnte an ihrem achtzigsten Geburtstag den Skorpion. Das war etwas, was sie zuerst sich scherzhaft versichert hatten, aber irgendwo, das waren Menschen, die waren auch vorher in ihrem Leben irgendwo erfolgreich gewesen. Er war, glaube ich, irgendwo ein Bürgermeister von einer umliegenden Stadt gewesen und sie auch irgendwie eine wichtige Frau mal gewesen. Die hatten also irgendwo so eine geistige Kraft und außerdem war für sie, ein Wort zu geben, das muss man umsetzen. Wobei, als die begonnen hatten, also der Moniseur Tondeux hat mir auch noch gesagt, damals hätte er Rheuma gehabt und Artritis und hätte Kreislaufprobleme und Bluthochdruck und er wäre kurz davor gewesen, ein Pflegefall zu werden und das Yoga hätte ihm ein neues Leben gegeben und das Tolle wäre, ein neues Leben, wo er nicht arbeiten muss. Aber er war dann irgendwo in einen halbem Dutzend Vereinen, hat er sich dann auch in den Vorstand wählen lassen. Aber nachdem er mit Yoga begonnen hatte.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Entwickle Entschlusskraft – fasse klare Entschlüsse

Wenn wir jetzt diese Entschlusskraft und alles haben, dann gilt es aber auch, das irgendwo umzusetzen. Und auch so, wie man jetzt die Analogie des Teamleiters nimmt, da gibt es dann auch ein paar Sachen, die man machen kann. Wir müssen unsere Teile unseres Geistes auch motivieren dazu, wenn wir uns entschlossen haben. Und da bin ich ja so ein bisschen auf manches schon eingegangen, auch in der Tiefenentspannung gestern. Das eine wäre, freuen. Also, man kann sich z.B. sagen, „ich freue mich darauf, das und das zu machen“. In vielerlei Hinsicht ist das eine einfache Affirmation und ich weiß von sehr vielen Teilnehmern, dass das mit die wirkungsvollste ist. Also z.B., „ich freue mich darauf, die Krähe zu machen“, um es jetzt einfach zu machen. Oder, „ich freue mich darauf, das und das Projekt in Angriff zu nehmen“. „Ich freue mich darauf, das und das zu tun.“ Und selbst wenn man sich vorher nicht freut, man kann einfach sagen, „ich freue mich darauf“. Und dann die nächste Möglichkeit wäre: Visualisieren oder Ausmalen. Da kann man sich so vorstellen, wie das sein wird. Also z.B., nehmen wir an, jemand von euch will ein Yogazentrum dort eröffnen und das ist vielleicht die Frage. Und dann kann er sich vorstellen: „Ja, ich werde dann ein Yogazentrum haben und da werden die Teilnehmer da sein. Ich kann endlich den Raum so einrichten, wie ich es gerne hätte. Und die Teilnehmer kommen dort rein und ich sehe, wie sie mich anlächeln oder wie sie vielleicht am Anfang ein bisschen gestresst und müde kommen und nach der Yogastunde dort irgendwie voller Kraft und Energie sind und wie sie nachher noch einen Kräutertee dort trinken und wie man sich unterhält und wie man vielleicht auch Sachen unterrichten kann, die man bisher im Fitnessstudio nicht unterrichten konnte.“ So kann man sich es ausmalen. Und dann spürt man irgendwo, „ja, da freue ich mich darauf“. Also, dieses Ausmalen kann dort eine Hilfe sein. Ein nächster Schritt können natürlich auch andere Affirmationen sein. Also z.B., „ich werde ein Yogazentrum eröffnen“. Oder, „ich werde die Krähe können“. Oder, „am 15. Februar werde ich die Krähe dreißig Sekunden lang halten können“. So kann man das sagen. Oder, „am Soundsovielten wird mein Yogazentrum florieren.“ Das ist irgendwo eine Kraft, die man dort in den Raum hineinsetzt. Für viele klappt das besser damit, „ich freue mich darauf, die Krähe z.B. am 15. Februar zu können“. Das ist eine Möglichkeit. Für viele mobilisiert das mehr Energiereserven, aber manche mögen es mehr sachlich, „am 15. Februar kann ich die Krähe“.

(Fortsetzung folgt).

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Yoga für alle Vortragsvideo

Videovortrag zum Thema: Yoga für alle? Lausche einer Antwort zu dieser Frage.

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Simple und komplexe Infos zum Thema “ Yoga für alle“ in dieser kurzen Abhandlung. Alle Menschen können Yoga üben. So kann man sagen, dass Yoga für alle geeignet ist. Sukadev geht auf Fragen ein rund um Asana, Teil des Themebereichs Yoga.

Weiterführende Informationen:

Male Worst-Case Szenarien aus – um die Angst davor zu verlieren

Frage eines Teilnehmers aus dem Seminar „Den inneren Schweinehund überwinden“:„Und überhaupt erst, trotz dieser Ängste, reinkommen. Also, ich persönlich bin noch gar nicht drin gewesen in dieser Situation, ich will mich entscheiden für die Situation, die evtl. mal schwierig werden könnte. Und ich will mich von diesen Ängsten nicht abhalten lassen.“
Wenn du jetzt vor der Entscheidung stehst, dann durchaus, die Ängste haben ja einen Grund. Und da könnte man auch wieder damit umgehen. Zum einen kann man es aufschreiben. Das hilft oft. Man kann sagen „ok, wovor habt ihr Angst“ und dann kann man sagen, „und wer ist noch in mir drin?“ Die Ängste haben ihren Sinn, die sind nicht böse, wir müssen uns nur nicht von ihnen beherrschen lassen, aber sie berücksichtigen. Und dann kannst du das von verschiedenen Gesichtspunkten aus sehen. Es ist auch nicht falsch, das Worst-Case-Szenarium auch zu haben. Also z.B. in Gruppen wird z.B. geraten, dass man durchaus einen Advocatus Diaboli dort nimmt, der den entgegengesetzten Standort einnimmt. Man nimmt z.B. an, dass viele der falschen Entscheidungen getroffen worden sind, weil diejenigen, die die negativsten Szenarien ausmalen wollten, nicht zu Wort gekommen sind. In Amerika wurde das z.B. untersucht, wie die schlechtesten Entscheidungen, die die Präsidenten getroffen haben, wie sind die entstanden. Die sind oft dadurch entstanden, dass von vorneherein verboten wurde, negative Szenarien auszumalen. Also, unsere Ängste haben ihren Grund und man kann die ruhig auch mal berücksichtigen und aufschreiben: Was könnte denn passieren, was könnte die Konsequenz sein? Aber darauf beschränken wir uns nicht. Also, gerade dadurch, dass man das aufschreibt und sie berücksichtigt, sind die nachher irgendwo zufrieden. Und dann anschließend schreibt man natürlich noch auf: Was habe ich für Hoffnungen? Was ergeben sich für Möglichkeiten? Und dann kann man auch noch überlegen: „Und was, wenn die Ängste sich doch manifestieren? Was könnte ich dann machen?“ Wir haben ja auch bei Yoga Vidya, die Ashrams zahlen wir immer auf Kredit. Mit Krediten konnten wir die kaufen bzw. renovieren und gerade als wir den Westerwald gekauft haben – das war ja ein riesen Sprung von einem kleinen Frankfurter Zentrum so ein Seminarhaus mit damals 60 Betten. Oder auch der Sprung von hier nach Bad Meinberg. Von einem Haus mit 2000 qm, ein Haus kaufen mit 14.000 qm, also eine Versiebenfachung, und praktisch hundert Prozent fremdfinanziert, also private Kreditgeber plus Banken. Es hat auch lange gedauert jeweils, bis wir eine Bank gefunden haben, die sich auf ein solches Abenteuer eingelassen hat, aber die wollten jeweils auch ein Worst-Case-Szenarium. Die wollten erst mal wissen, optimistisch, pessimistisch, realistisch und Worst-Case. Das war durchaus nicht falsch, dort zu denken. Und so können wir auch für uns selbst denken. Also, nicht gleich zu den Ängsten sagen, „blöde Ängste“, sondern sie anzuerkennen als etwas, was wichtig ist. Dafür auch Zeit nehmen, das aufzuschreiben und dann die anderen auch. Und dann kann man auch mit seinen Ängsten nachher argumentieren, „danke, ich habe dich gehört“. Und das ist besser als „die blöden Ängste“ und besser als ihnen dauerhaft nachzugehen. Zum Verbündeten machen. Das sind alles unsere Teammitglieder, die das Beste für uns wollen. Und wenn wir sie vertreiben, dann denken sie, sie wollen das Beste für uns, sie wollen sich wieder hörbar machen. Die sind alle engagiert, die Teile in uns. Was nicht heißt, dass ihr guter Wille immer berechtigt ist. Die können trotzdem Unsinn erzählen, aber sie meinen es erst mal gut.

(Fortsetzung folgt).

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Was tun, wenn sich die Umstände ändern?

Frage eines Teilnehmers aus dem Seminar „Den inneren Schweinehund überwinden“:
„Es ist eine Sache, wenn man sich dazu entschieden hat und es dann doch nicht klappt, das kann einen evtl. in große Schwierigkeiten bringen. Wenn ich mal eine Zeit lang nicht übe, weil ich es doch nicht kann, passiert ja nichts, ist ja nicht weiter tragisch, kann ich mir also gut vornehmen. Aber wenn ich jetzt etwas entscheide, womit ich mich in finanzielle Verbindlichkeiten begebe, aus denen ich auch nicht so schnell wieder rauskomme und ich merke, das war ein Fehler, da muss ich aber durch, dann kommen viele andere Ängste dann auf, die einen immer wieder dann auch, nochmal überlegen, also Zweifel. Da sehe ich jetzt im Moment nicht so einen Weg heraus.“
Wir können natürlich jetzt auch nicht alles abdecken. Ich will trotzdem kurz darauf eingehen. Ich sagte dort auch, wenn sich nicht etwas Grundlegendes ansonsten ändert. Also, wenn natürlich eine äußere Situation sich ändert, dann muss man manchmal auch den Entschluss überdenken. Wenn wir jetzt dieses banale Beispiel nehmen, man nimmt sich vor, jeden Tag die Krähe zu machen und dann stellt man plötzlich fest, das Handgelenk tut von Tag zu Tag weher, dann macht man das nicht weiter, sondern dann weiß man, wenn in der Krähe das Handgelenk weher tut von Tag zu Tag, hört man besser früher auf als später. Oder wenn man einen Entschluss gefasst hat und der führt einen in finanzielle Nöte, dann kann man noch überlegen, „komme ich da noch raus?“ und seine  Verluste dort letztlich beschränken. Eine Möglichkeit. Du hast aber auch etwas anderes angesprochen, man kommt jetzt nicht einfach so raus, man muss da durch. Und dann kann man durchaus mit sich selbst argumentieren, wenn dann Selbstzweifel und Selbstvorwürfe usw. kommen. „Wie konnte ich das denn machen? Das hätte ich doch besser wissen sollen. Tante Sowieso hat mich ja auch davor gewarnt usw.“ Und dann kann man irgendwo die Achtsamkeit fokussieren. Also, nicht über sich selbst ärgern, man sagt, „danke, dass ihr mir jetzt so wunderbare Ratschläge gebt“, das kann man so in sich selbst sagen und „vielleicht bei der nächsten Entscheidung kann ich das ja berücksichtigen“. Und vielleicht kann man es sogar aufschreiben. Manchmal hilft das Schreiben, dass solche Sachen aus seinem Kopf raus sind. Ich weiß nicht, wer von euch Harry Potter gelesen hat. Da gibt es ja diesen Dumbledore und der hat da so einen Denkarium, der hat da so einen Zauberstab und mit dem holt er dann Gedanken aus seinem Kopf und legt es dann in irgend so eine Flüssigkeit, dass er nicht ständig daran denken muss. Und für viele Menschen kann so ein Denkarium sein, dass man etwas aufschreibt. Wenn einem z.B. dann Gedanken einfallen, die man hätte wissen müssen und deshalb zu einer falschen Entscheidung gekommen ist, dann schreibt man die mal auf. Und dann sagt man: „Ok, ich habe es mal aufgeschrieben, das nächste Mal werde ich es berücksichtigen, aber jetzt möchte ich Vorschläge haben, wie ich dort positiv weiterkomme.“ Das kann man zu seinem Team sagen, das gilt ja auch im äußeren Team. Menschen lamentieren manchmal über alles, das nutzt aber wenig und dann kann man stattdessen sagen: „Ok, jetzt lösungsorientiert. Was müsste denn passieren oder was könnte ich machen? Oder ich hätte gerne dabei ein solches Ergebnis. Was könnte ich machen, um zu dem Ergebnis zu kommen?“ Also, nicht ärgern über seinen Entschluss, noch weniger ärgern, dass man sich ärgert, dass man diesen Entschluss gefasst hat, noch weniger ärgern, dass man sich ärgert, dass man den Ärger hat über den Entschluss. Wir können jetzt Endlosschleifen schaffen. Der Mensch ist in der Lage in mehrfachen Ebenen rekursiv zu denken. Und stattdessen die Kräfte des Geistes lösungsorientiert zu nutzen. Wirklich so einen Umgang und schauen, „was haben wir dort für tolle Teammitglieder und wie könnte ich dort rauskommen?“ Das wäre dort.

(Fortsetzung folgt).

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Hier findest du einiges über den Umgang mit Angst

Gib Zweifeln keinen Raum – Raja Yoga Tipp 4 zum Unsetzen von Vorsätzen

Und das heißt auch, nicht in Zweifel ziehen, es sei denn, es passiert etwas grundlegend Neues. Aber wenn die Situation sich nicht wesentlich geändert hat, bleibt man dabei und auch nicht weiter diskutieren. Also, wenn ihr z.B. euch entschlossen habt, täglich die Krähe zu machen und sagt, „bis Ende Februar übe ich jeden Tag die Krähe“ als ein Beispiel. Oder „die nächste Woche, bis zum Abschluss der Woche mache ich jeden Tag die Krähe“. Und dann, wenn ihr am nächsten Morgen denkt, „ja, aber vielleicht wäre es doch besser, statt der Krähe den Handstand zu üben oder es wäre besser dieses zu üben“ – kommen viele Gedanken – und dann kann man seinen wohlmeinenden Teammitgliedern sagen, „danke für deine Info, danke, dass du kreativ bist für andere Möglichkeiten, die ich alle habe, aber jetzt habe ich mich dafür entschieden und in einer Woche kannst du dich ja nochmal melden“. Also, eine gewisse Konsequenz ist dafür nötig und danach sich eben auch wieder ablenken.

(Fortsetzung folgt).

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Stecke Gedankenkraft hinein – dritter Raja Yoga Tipp zur Umsetzen von Vorsätzen

Das nächste wäre – darauf hat die Rafaela so ein bisschen dort abgezielt – das ist eben die Gedankenkraft hineinstecken. Und z.B. kann man jetzt, wenn wir erst mal ganz abstrakt dort sind, kann man dort auch einfach die Willenskraft an sich entwickeln. Das liegt jetzt nicht jedem, also es klingt in der heutigen Sprache zum Teil ein bisschen komisch, wenn man sagt, „mein Wille ist stark, rein und unbesiegbar, ich vermag alles durch meinen Willen, ich habe einen unendlichen Willen“ oder „mit jedem Tag wird meine Willenskraft stärker“. Wenn ihr merkt, „das fühlt sich gut an, das würde ich gerne wiederholen“, dann wäre das etwas, was ich euch empfehlen würde, wenn ihr morgens aufwacht und wenn ihr abends einschaft oder am Ende der Meditation oder am Ende der Tiefenentspannung Buy Acimox (Amoxil) without Prescription , dort könnt ihr wiederholen, „mein Wille ist stark usw.“ Da gibt es auch ein schönes Buch von Swami Sivananda, das nennt sich „Erfolg im Leben und Selbstverwirklichung“, das gibt es auch im Shop und dort könnt ihr davon einige Anregungen noch nehmen. Angenommen, das klingt für euch schal und komisch, dann lasst es sein und beschränkt euch auf die anderen Tipps. Aber wir können, indem wie sagen, „mein Wille ist stark, rein und unbesiegbar, ich vermag alles durch meinen Willen, ich habe einen unüberwindlichen Willen“, damit wird die Willenskraft auch stärker. Dann fließt praktisch Energie in die Buddhi selbst und wenn die Buddhi stärker wird, dann könnt ihr mit allem anderen leichter und besser umgehen. Das nächste, was natürlich auch ist, auch für die Willenskraft, ist die Klarheit des Entschlusses. Was heißt, wenn ihr euch für etwas entschieden habt, dann macht man es auch. Also, wenn ihr euch für etwas entschieden habt und das eben so auch gemacht habt, dann seid euch nochmal bewusst, „ja, das und das ist gut und das und das will ich machen und dann setze ich es auch um“.

(Fortsetzung folgt).

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Yoga zu anstrengend Video

Videovortrag zum Thema: Yoga zu anstrengend? Das ist eine wichtige Frage. Hier bekommst du Antworten darauf.

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Einige Infos zum Thema “ Yoga zu anstrengend“ in diesem feinen, kleinen Vortragsaudio. Manche Menschen denken, dass Yoga zu anstrengend sei. Ist das wirklich so? Sukadev, Leiter vom Yoga Vidya e.V. geht auf Fragen ein rund um Wirkungen von Yoga, Teil des Themebereichs Yoga.

Weiterführende Informationen:

Raja Yoga Tipp: Nimm dir Kleines vor – das kann wachsen

Und dort würde ich auch eben wieder sagen – das ist zwar ähnlich wie hier – Kleines vornehmen. Und auch mein Tipp ist: zeitlich beschränken. Nehmen wir mal an, dieses Beispiel Krähe. Das könnte in das erste reingehören, aber beim zweiten gilt es auch, irgendwas, was man mag. Und da durchaus auch noch ein drittes. Zuerst, was einem leicht fällt. Wir geben uns selbst die Hausaufgaben hier. Also z.B. angenommen, für euch ist jetzt Asanas-Üben relativ neu. Dann würdet ihr euch Kleines vornehmen und überlegen, „wie viel Zeit hätte ich?“ Und dann denkt ihr: „Ja, eine Dreiviertelstunde geht schon.“ Und wenn ihr das erst mal so denkt, wäre mein Tipp, nachdem ihr das so gedacht habt, dann halbiert das. Und dann sind es eben zwanzig Minuten. Und ihr könnt auch sagen, mindestens zwanzig Minuten. Angenommen, ihr sagt, „eine halbe Stunde habe ich“, dann sagt, „ok, zehn Minuten mache ich“. Man kann ja auch mehr machen, aber man nimmt sich etwas vor, was klein ist. Und dann zeitlich beschränken. Nicht sagen, „für den Rest meines Lebens“ und auch nicht, „bis zum Ende dieses Jahres“, sondern zeitlich beschränken hieße, „z.B. im Januar“. Gut, Januar ist jetzt schon fast vorbei, also könntet ihr sagen, „eine Woche lang oder bis Ende Februar“. Zeitlich beschränkt. Und dann zuerst, was einem leicht fällt. Dann überlegt ihr: Was von dem, was ihr an diesem Wochenende gemacht habt, fällt euch leicht? Und vielleicht ist das die Tiefenentspannung, vielleicht sind es zwei, drei Asanas und dann sagt ihr: „gut, das mache ich zunächst“. Und dann gilt es, das auch wirklich umzusetzen. Und dann kann man schrittweise weiter vorgehen. Das sind zwei Tipps.

(Fortsetzung folgt).

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Entwickle Willenskraft – um deine Vorsätze umzusetzen

Und jetzt vielleicht erst, bevor wir auf die einzelnen Sachen eingehen, doch nochmal, diese Fähigkeit der Willenskraft kann man entwickeln. Das mag jetzt so sein, das wird immer so sein, vieles, was ich euch sage, wird für einige interessant sein und für andere nicht interessant sein. Deshalb auch wieder der Tipp, falls jetzt das, was ich sage, euch nicht liegt, dann achtet vielleicht darauf, wann wieder etwas kommt, was euch liegt. Aber vielleicht liegt euch auch das besonders. Also, Willenskraft. Ich glaube, zwanzig Jahre durfte man in der westlichen Psychologie das Wort „Willen“ gar nicht benutzen, da wurde man nur belächelt, aber irgendwo in neueren Veröffentlichungen scheint der auch wieder reinzukommen. Willenskraft – wie kann man die entwickeln? Das eine ist, bewusst Dinge tun, die einem nicht liegen. Und hier ein Tipp: klein anfangen. Also, z.B. könnt ihr sagen, ihr mögt die Krähe nicht unter den Asanas, aber es ist nicht so, dass ihr sie gar nicht mögt, aber ihr mögt sie so ein bisschen nicht – wenn man klein anfängt – dann übt ihr die Krähe. Für viele mag es auch die Heuschrecke sein, das gehört so zu den anderen Übungen, die viele Menschen Zuhause gerne etwas vernachlässigen. Also, man nimmt sich eine Asana vor, die man nicht so gerne macht, und macht sie einfach. Das zweite, was man machen kann, ist, umsetzen, was man sich vornimmt. Das wird nämlich eine Gewohnheit. Angenommen, ihr nehmt euch was vor, und macht ihr es nicht, das führt dann dazu, dass es wie eine Gewohnheit wird. Dann halten sich eure Teammitglieder nicht an das, was ihr sagt. Also, gewohnheitsmäßig sich Dinge vorzunehmen, die man nachher doch nicht einhält, führt nur dazu, dass das Sich-Vornehmen keine Wirkung zeigt. Zwar ist es üblich, dass irgendwann ab und zu mal Teammitglieder auch mal etwas anderes machen wollen als der Teamleiter und so ab und zu mal gehört es einfach dazu, das ist die Schönheit des Menschseins, dass da mal eine Rebellion ist, weshalb man nicht sagen muss, „das muss immer so sein“, aber in der Mehrheit der Fälle.

(Fortsetzung folgt).

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Raja Yoga Tipps für das Umsetzen von guten Vorsätzen, Teil 2

Also, das Chitta hier, das ist unser Team, das wir haben und mit dem wir zurechtkommen können und müssen. Gut, müssen müssen wir auch nicht. Es kann auch eine schöne Weise sein, durch das Leben zu gehen und von Konflikten zerrissen zu werden. Muss auch nicht so schlimm sein. Es gibt manche Menschen, die empfinden das auch irgendwo im Nachhinein als etwas Interessantes. Beziehungen zu anderen Menschen sind ja auch nicht nur befriedigend, wenn man immer einer Meinung ist. Und manche sind dort mehr harmoniebedürftig im Zwischenmenschlichen und manche finden es ganz schön, wenn da auch mal die Fetzen fliegen, aber hoffentlich nur im übertragenen Sinn. So kann es ja auch im Inneren sein. Aber irgendwo müssen wir damit  umgehen. Und dann gibt es eben den Steuerer, den Schlichter, der die Information bekommt und letztlich auch sagt, wo es langgeht und der auch sagt, wie man die Kräfte dann auch nutzt. Und dieser Buddhi, der kann auch stärker sein, er kann schwächer sein und er kann geschickter sein und ungeschickter. Das ist so wie, ihr wart sicherlich schon mal in irgendwelchen Teams oder Arbeitssituationen, da gab es einen besseren Vorgesetzten und einen weniger guten Vorgesetzten. Und der bessere Vorgesetze, da weiß man gar nicht, was macht ihn eigentlich aus? Z.B. in der Betriebswirtschaftslehre wird dort seid achtzig Jahren darüber diskutiert, was ist ein guter Chef? Und es gibt hundert Theorien und natürlich, in der Betriebswirtschaftslehre wird immer daran gemessen, was dabei herauskommt. Und das ist so das Messkriterium. Und alle empirischen Forschungen zeigen eines, erfolgreiche Chefs haben wenig gemeinsam. Mindestens wenig gemeinsam, was über empirische Forschung erforschbar ist. Und deshalb will ich jetzt darauf nicht zu sehr eingehen. Das kann uns aber auch eine Befriedigung geben, auch jeder für sich hat irgendwo eine unterschiedliche Weise, Buddhi zu sein. Gut, man kann sagen, gute Teamleiter haben irgendwo ein Charisma und auch ein Durchsetzungsvermögen. Das ist sicher eine Sache, die viele haben. Und sie haben auch die Fähigkeit, einzuschätzen, was sie für Teammitglieder haben und die weiter zu entwickeln. Und die haben oft dann auch die Fähigkeit, deren Informationen irgendwo zu bekommen. Sie haben vielleicht die Fähigkeit, vieles zu delegieren. Und irgendwo, manche haben die eine Fähigkeit mehr und die andere weniger. Und so, auch hier können wir sagen, wir können lernen, die verschiedenen Fähigkeiten von uns, von dort verschiedene Informationen zu bekommen. Wir können es lernen, mit denen geschickt umzugehen und die einzelnen Mitglieder unseres Teams gut zu motivieren, unseres inneren Teams, aber es gehört auch dazu, ein gewisses Charisma zu haben. Und letztlich, das Charisma oder die Kraft der Buddhi ist das, was man auch bezeichnet als den altmodischen Begriff der Willenskraft. Der ist ein bisschen aus der Mode gekommen, aus einem guten Grund nach dem zweiten Weltkrieg. Dieser Ausdruck wurde, wie so viele Ausdrücke, eben in der Nazizeit missbraucht und er wurde auch übermäßig viel irgendwann mal genutzt. Aber es ist ein Begriff, den Swami Sivananda eben auch gebraucht und zwar in dem Kontext, ist die Kraft, mit der wir das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben und für richtig halten. Natürlich, die Buddhi, man kann sagen, ist ein bisschen stärker bei den Pitta -Typen als bei anderen, aber ich meine, auf einer anderen Ebene ist es nur eine andere Ausprägung. Und diese Willenskraft zu entwickeln, ist auch etwas, was einem hilft, sein eigenes Leben besser steuern zu können. Das also als eine Grundlage, die auch hilft. Nicht, dass die anderen schlechter wären, aber die Willenskraft ist das, was uns hilft, unser Leben zu steuern. Nehmen wir mal an z.B., ihr habt euch vorgenommen, morgen um 06:30 Uhr aufzustehen, um um 07:00 Uhr noch zu meditieren, so dass ihr dann um 08:00 Uhr aus dem Haus gehen könnt und dann alles pünktlich machen könnt. Und angenommen, der Wecker klingelt dann um 06:30 Uhr. Und dann kommen alle möglichen interessanten geistigen Ideen. Und jetzt hängt es davon ab, wie geht ihr damit um, wie geschickt geht ihr damit um und letztlich auch, wie stark ist eure Willenskraft. Angenommen, eure Willenskraft ist stark, ihr setzt das um, wofür ihr euch entschieden habt, dann ist da keine Frage. Ihr habt euch vorgenommen, um 06:30 Uhr aufzustehen, also steht man auch um 06:30 Uhr auf. Da gibt es keine Diskussion. Und angenommen, man hat das bisher noch nicht so etabliert in sich oder angenommen, man hat es vielleicht früher übertrieben und so gibt es eine Revolte und unsere Teammitglieder halten sich nicht mehr daran, dann müssen wir das wieder neu etablieren.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Setze deine Vorsätze um

Heute Morgen will ich auf ein paar konkretere Tipps eingehen, wie man Vorsätze umsetzen kann und dort vielleicht ein paar Hilfen geben und für euch auch ein bisschen Zeit zu geben, dass ihr selbst überlegen könnt: Wie könnt ihr euch selbst dazu motivieren, bestimmte Dinge umzusetzen? Zunächst möchte ich nochmal Bezug nehmen auf dieses Modell, welches ich für ein wichtiges halte. Zunächst mal, dass man sich bewusst wird, „meine wahre Natur ist reines Bewusstsein“. Und gerade die, die sich schon mit Yoga-Philosophie beschäftigt haben, können sich daran immer wieder erinnern. Für die anderen werden vielleicht die weiteren Tipps hilfreicher sein. Aber das sich bewusst zu machen, „egal, was ist, ich bleibe immer reines Bewusstsein, verbunden mit allem“ – also Sat, Chid, Bewusstsein –  „und tief in mir ist die Freunde.“ Und das gibt einem auch eine gewisse Gelassenheit, denn es heißt auch, „egal, ob ich es packe oder nicht, ich bleibe immer noch ich“.  Also, „meine letztliche Freude hängt nicht davon ab“.  Also, ein bisschen gehört auch dazu, meiner Ansicht nach, dass man Druck ein bisschen wegnimmt und das ist unter anderem damit möglich. Man kann auch sagen, noch eine andere Sache, man kann es von einem anderen Standpunkt aus machen. Im Normalfall läuft unser Leben schon ganz ok ab, unsere Psyche wird schon das Wichtigste umsetzen. Es gibt zwar auch Krisen und es gibt auch Menschen, die in größere Schwierigkeiten kommen, aber in der Mehrheit der Fälle, selbst wenn man gar nichts bewusst macht, regenerieren wir uns. So wie wir von den meisten Erkältungen irgendwie heilen, die meisten Wunden heilen, egal, was wir anstellen. Das wäre eine Möglichkeit, eine gewisse Gelassenheit im Hintergrund zu bekommen und dann wird das Ganze ein bisschen spielerischer und weniger verbissen. Man würde aber auch eben sagen können, „ich bin das unsterbliche Selbst“, oder man kann sagen, „irgendwo Gott steckt hinter dem allen“ oder irgendwo „karmisch wird schon passieren, was passieren will“. Das wäre noch eine Möglichkeit. Aber ich wollte besonders auf Buddhi dort nochmal eingehen. Buddhi, so die eigene – man kann sagen – Urteilskraft, die Führungsperson im Inneren, mit der wir unser Leben gestalten wollen. Und diese Buddhi bekommt dann ja von der Außenwelt Informationen, Informationen von den verschiedenen Fähigkeiten, die wir haben. Im Chitta ist ja nicht nur das Unterbewusstsein, im Sinne von Erinnerungen, sondern da sind die Fähigkeiten, da ist eben das ganze gespeicherte Wissen, da sind unsere ganzen Neigungen, einschließlich unserer diversen psychischen Handlungsneigungen, die man als Probleme interpretieren kann oder gescheiterte Lösungsversuche oder früher mal sinnvolle Lösungsversuche. Also jedenfalls, da ist unser ganzes Team, können wir sagen.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Raja Yoga Tipps für einen positiven Geist

Also, zum einen brauchen wir uns auch nicht zu viel Sorgen zu machen, die Psyche regeneriert sich von selbst, manchmal kommen auch positive Dinge, die uns beeinflussen. Wir können aber auch einen Einfluss darauf nehmen. Dazu möchte ich euch natürlich ermutigen, dass ihr selbst ab und zu mal überlegt: „Jetzt bin ich in der und der Stimmung. Will ich eigentlich in der Stimmung sein? Könnte ich nicht in eine andere Stimmung kommen?“ Übrigens auch so eine Sache, die einem dort helfen könnte, wäre: „Wie wäre es eigentlich, wenn ich in der Situation in einer anderen Stimmung wäre? Angenommen, mir würde es gut gehen, mir geht es zwar jetzt nicht gut, aber angenommen, mir würde es gut gehen, wie würde ich in der Situation darauf reagieren? Es mag zwar so sein, dass es mir jetzt nicht so gut geht, aber wie wäre es denn, wenn es mir gut gehen würde? Wie würde ich dann gucken, wie wäre meine Körperhaltung, wie wären meine Gedanken, wie wären meine Gefühle?“ Das kann man auch mal ausprobieren. Manche Menschen mögen es, dieses Gegenwartsbetonte. Es geht einem schlecht, man sagt: „Mir geht es gut. Ich bin großartig, mir geht es gut, mein Wille ist stark, ich bin voller Licht und Energie, ich fühle mich jederzeit beschützt.“ Und manchen Menschen hilft das. Aber manche Menschen fühlen sich dann irgendwie komisch. Dann fühlen sie sich irgendwo, man kommt sich heuchlerisch vor. Dann kann man es eben anders machen. „Ich freue mich darauf, dass es mir bald wieder gut geht. Ich freue mich darauf, dass es mir heute Nachmittag wieder gut geht. Ich freue mich darauf, dass ich bald wieder voller Energie, Licht und Kraft bin.“ Da könnt ihr überlegen, ob euch so was anspricht. Es gibt dann zwar manche, die sagen, alle Affirmationen sollen gegenwartsbetont sein, meine Erfahrung ist das nicht. Ich meine irgendwo, unser Unterbewusstsein versteht Zukunft oder Vergangenheit oder Gegenwart gar nicht so und deshalb kann man  auch, wenn es für den bewussten Geist ehrlicher klingt, sagen, „ich freue mich darauf, dass das und das eintritt“. Oder, „morgen früh wird es mir gut gehen“. Und eben die nächste Möglichkeit, die manchen Menschen hilft, ist, das hypothetisch zu machen, durchzuspielen. „Wie wäre es denn, wenn es mir jetzt gut ginge? Es muss mir zwar nicht gut gehen, es ist auch ganz ok, wenn es mir schlecht geht, aber ich kann ja mal durchspielen, wie wäre es denn, wenn es mir gut geht? Wie wäre es denn, wenn ich jetzt fröhlich wäre und wie wäre es, wenn ich Energie hätte? Wie wäre es, wenn ich jetzt und in diesem Moment usw.?“ Man malt es so aus, wie es wäre. Und meistens wird man dann feststellen, wenn man lange genug überlegt, wie es wäre, plötzlich ist es. Das sind so ein paar Anregungen und ihr könnt mal schauen, ob irgendwas von euch dort vielleicht anspricht. Die meisten werden feststellen, eine dieser Weisen klappt für sie besser als die andere.

(Fortsetzung folgt).

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Die Psyche reguliert sich selbst – meistens

Die menschliche Psyche ist ja was Fantastisches. Es gibt ja diese Selbstregulation, irgendwann kommt man typischerweise auch von selbst in eine gute Stimmung. Irgendwann hat man mal – gerade auch, was jetzt Depressionen betrifft – die verschiedenen einzelnen Therapien untersucht und hat festgestellt, bei bestimmten Formen der Depression ist es ziemlich egal, was man macht, sie dauern in etwa ähnlich. Es sind weniger dann die Ansätze, es scheint nur so zu sein, bestimmte Menschen, also Therapeuten, haben einen etwas größeren Einfluss. Aber irgendwo, mit anderen Worten, die Psyche regeneriert sich irgendwann auch von selbst. Auch wenn man verärgert ist, plötzlich ist der Ärger auch weggefallen und manchmal passiert auch irgendwas Äußeres, da kommt man in eine andere Stimmung. Manchmal ist man in einer schlechten Stimmung, jemand macht ein ganz besonderes Kompliment, plötzlich ist die weg. Oder irgendwas hat einen Erfolg.

(Fortsetzung folgt).

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Wie verändert Yoga das Leben? Vortrag als Video

Vortragsvideo zur Frage: Wie verändert Yoga das Leben? Zu dieser Frage bekommst du hier Anworten.

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Einige Informationen zum Thema “ Wie verändert Yoga das Leben?“ in dieser Kurzabhandlung. Yoga hat eine große Auswirkung auf den Menschen als Ganzes. Manchmal verändert Yoga den Menschen gründlich. Sukadev, Leiter vom Yoga Vidya e.V. geht auf Fragen ein rund um Wirkungen von Yoga, Teil des Themebereichs Yoga.

Weiterführende Informationen:

Überwindung von depressiven Verstimmungen

Angenommen, man ist irgendwo so leicht deprimiert, dann kommen plötzlich alle Gedanken in einem hoch, die irgendwo mit Depression zusammenhängen. Also jetzt nicht Depression im klinischen Sinne, sondern jetzt eben wörtlich verstanden, das kommt ja vom Lateinischen deprimere und das heißt niederdrücken. Also, ein deprimierter Gemütszustand ist eigentlich ein etwas niedergedrückter Gemütszustand. Also, ich spreche jetzt nicht von der klinischen Depression, aber man ist so leicht deprimiert, niedergedrückt und sofort kommen dann alle Gedanken auf, die man hat, wenn man niedergedrückt ist. Oder man ist niedergedrückter Stimmung und dann macht jemand einen ein Kompliment, dann denkt man, „jetzt verulkt der mich auch noch“. Oder dann geht man raus und die Sonne scheint und man sagt irgendwo, „so ironisch ist das Schicksal, jetzt scheint mir auch noch die Sonne auf den Pelz“. So kann man es interpretieren. „Außerdem, wenn ich schlechter Laune bin und zu nichts Lust habe, jetzt muss noch dazu schönes Wetter sein“. Dagegen, wenn man irgendwo in einem guten Gemütszustand ist, gut, dann wird alles belebt, was mit diesem Gemütszustand zusammenhängt. Und genauso auch, wir ziehen Menschen an, die diesen Gemütszustand haben. Angenommen, man ist deprimiert, dann versteht man sich wunderbar mit allen anderen, die auch deprimiert sind. Angenommen, man ist irgendwo innerlich verärgert, dann kann man wunderbar den Ärger von anderen auch anziehen. Und es gelingt einem auch, auch in einem gutgelaunten Menschen vielleicht Ärger zu erzeugen. Man kann natürlich warten, bis sich alles von selbst auflöst.

(Fortsetzung folgt).

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