Bhakti Yoga und andere Yoga Wege

Bhakti Yoga: Bhakti Yoga ist das Yoga der Verwirklichung von Liebe und Gottesverehrung

Alle Yogawege bieten Wege zu:

  • Harmonie mit Anderen zu gelangen
  • Harmonie mit mir selbst zu gelangen und mich anzunehmen sowie meine Talente zu
  • entdeckenerlebten Gotteserfahrungen

 Hatha Yoga:        

  • – verbessert den Zugang zum Körper
  • – hilft die Identifikation mit dem Körper zu lösen

 Kundalini Yoga

  • – reinigt den Energiekörper
  • – läßt Prana fließen
  •  ermöglicht intensive Erfahrungen mit der Prana-Energie
  •  hebt den Geist auf eine höhere Ebene
  • hilft den Geist zu transzendieren

 Raja-Yoga:     

  • verbessert den Umgang mit den eigenen Emotionen
  • hilft den Geist sinnvoll und konstruktiv zu nutzen
  • hilft uns liebevoller mit uns selbst zu sein
  • verhilft zu Herrschaft über den Geist
  • emöglicht das Eleben des unendlichen Seins

Yoga Wege

Es gibt viele Yoga Wege. 4 der besonders wichtigen:

Hatha Yoga: Verbessert den Zugang zum Körper und hilft die Identifikation mit ihm zu lösen

 Kundalini Yoga: Reinigt den Energiekörper, lässt das Prana fließen und lässt uns intensive Energieerfahrungen machen. Führt uns zur Transzendenz des Geistes

 Raja Yoga: Hilft uns im Umgang mit unseren Emotionen und hilft uns unseren geist konstruktiv zu nutzen, besser mit uns selbst SEIN zu könnenund die Herrschaft über den Geist zu erlangen.

 Karma Yoga: Hilft uns Beziehungen zu Anderen freundlich zu Gestalten, auf Andere einzugehen ohne uns ausnutzen zu lassen. Hilft unsere Beziehungen zu harmonisieren.

Es hilft auch die Anforderungen des Lebens als Lernaufgaben anzunehmen und uns ihnen zu stellen. Es lehrt verhaftungsloses Handeln und die Erfahrung von Gott im Altag.

01 Asana Intensiv Einführungsvortrag

Vom 9.-11. November 2012 hat Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, ein Asana Intensiv Seminar gegeben. In diesem Blog veröffentlichen wir die mp3 Aufnahmen aus diesem Seminar. Hier also der Einführungsvortrag. Mit folgenden Themen:

Frage Gott oder das Unterbewusstsein um Hilfe bei Entscheidungen

Und eine nächste Möglichkeit ist auch, Unterbewusstsein oder Gott bitten. Vom Raja-Yoga-Standpunkt aus spielt das jetzt nicht die große Rolle, da sowieso laut Raja Yoga alles Gott ist. Egal, wen wir letztlich befragen, wenn wir es weit genug fassen, kommt dort eine Antwort, ob wir es von innen erleben oder von oben. Also, wir können z.B. sagen: „Lieber Gott oder liebes Unterbewusstsein oder höheres Selbst, ich stehe vor dieser Frage“ – vielleicht hat man zwei Alternativen – „ich könnte das machen und ich könnte das machen“ – man hat es sich vielleicht sogar schon ausgemalt, aber das Ausmalen ist auch noch nicht ausreichend schlüssig – „ich bitte dich, mir bis zum Donnerstag früh zu sagen, was zu tun ist.“ Also, klare Datumsvorgabe, wenn man bis dahin eine Entscheidung treffen will und meistens ist es gut, eine Entscheidung zu treffen. Und dann, wenn man dann am Donnerstag aufwacht – und es ist sehr häufig so, dann ist die Entscheidung klar. Vielleicht ist auch am Donnerstag die Entscheidung nicht klar, dann kann man nochmal sagen: „Ok, ich habe dich ja gefragt, du hast mir keine genauere Antwort gegeben, ich werde jetzt das und das tun. Du hast bis morgen früh Zeit, mich davon abzuhalten. Wenn bis morgen früh um zehn Uhr nichts anderes passiert, dann werde ich das machen. Gerade diese letzte Sache, die mache ich relativ häufig. Gut, ich habe eine enge Beziehung zu Swami Sivananda und bei solchen Fragen, frage ich dann den Swami Sivananda und sage, „es gibt die und die Alternative, ich muss mich bis dann und dann entscheiden, sage mir, was ich tun soll“. Manchmal ist dann die Entscheidung sehr klar und dann brauche ich nicht lange nachzudenken und manchmal ist die Entscheidung nicht klar, dann sage ich, „ok, das und das werde ich tun, es sei denn, bis dann und dann geht es nicht mehr“. Als wir z.B. unseren ersten Ashram im Westerwald dort kaufen wollten, da gab es ein Hindernis nach dem anderen und da musste man sich irgendwann entscheiden: Sollen wir nochmal ein anderes Seminarhaus für das nächste Jahr mieten für die Yogalehrerausbildung, Kundalini intensiv, Yogaferien, oder machen wir es in dem, das wir kaufen? Und so habe ich dann irgendwo den Swami Sivananda gesagt: „Entweder wir unterzeichnen jetzt bis zum 01.11. oder wir lassen es für dieses Jahr. Es liegt an dir.“ Aber so ganz lässt sich dann Gott oder der Meister auch nicht einfach so einem das erzählen. Dann war es dort so, am 30. kam dann noch – es ging kurz vorher nochmal was schief, da habe ich gedacht, „ok, jetzt mieten wir die anderen Räume an und haben noch ein Jahr Zeit und lassen dann dieses Objekt fallen, vielleicht kommt etwas Besseres“. Und dann gerade kurz davor, bevor der Termin abgelaufen war, einen Tag vorher, ruft dann nochmal der Bürgermeister an von der Gemeinde und hat noch irgendwas gesagt und hat dann irgendwo gesagt: „Wir berufen nochmal eine außergewöhnliche Gemeinderatsversammlung ein, damit wir das positiv für euch entscheiden können und am besten kommen Sie selbst und stellen das nochmal vor, dann kriegen Sie am gleichen Abend die Entscheidung.“ Und so war dann die Entscheidung und wir haben zwei Tage später unterzeichnet. Ich bin damit gut gefahren letztlich, manchmal solche Ultimatums zu setzen. Das mag etwas ketzerisch klingen, aber irgendwo, wenn eine Beziehung enger ist, geht das. Sei es, die Beziehung enger zu eurem höheren Selbst, eurem Unterbewusstsein, zu Gott oder zu einem konkreten Meister. Was da wirklich dahinter steckt, ist letztlich unerheblich. Für mich ist es der Sivananda, der mich führt, aber ein Psychologe könnte auch sagen, das ist irgendwo eine Projektion von irgendwas tief im Inneren und es ist eine Möglichkeit der Achtsamkeitsfokussierung auf innere Fähigkeiten. Das also hier als ein paar Tipps dort. Und dann, wenn man dort sich ein großes Ziel gesetzt hat, ist ja die Frage, „wie formuliere ich das Ziel dann konkreter?“ Und da hängt es natürlich von der Art ab, wo man eigentlich hin will. Gedanke in Verbindung mit Gefühl irgendwo und mit Energie. Also, da ist irgendwo eine Energie auch noch dahinter. Du könntest z.B. dir jetzt, wenn es ein konkretes Ziel ist, dass du sagt, „mein Ziel ist, dass ich Kurse gebe und dass die gut besucht sind“. Das ist jetzt das übergeordnete Ziel. Du musst natürlich erst mal einiges ausprobieren. Also, wenn man ein übergeordnetes Ziel hat, der Weg ist dann nicht immer klar. Also, das Ziel ist irgendwo, dass ich Kurse gebe, die genügend Menschen ansprechen und so, dass genügend Teilnehmer kommen. Und dann würdest du erst mal für dich selbst ein Brainstorming machen. Volkshochschule oder in einem Sportverein oder in einem Fitnesscenter oder vielleicht, das sind erst mal Entspannungskurse, vielleicht eine Yogalehrerausbildung machen, weil Yogakurse momentan weiterhin gut gefragt sind. Und dann in verschiedenen Kontexten und dann spürst du irgendwo hinein, „was wirkt andeutungsweise?“ So meine Vorgehensweise ist erst mal, kleine Versuchsbalancen dort setzen und dann konkreter. Und dann merkst du z.B., „aha, die Art, wie ich unterrichte, das kommt in Volkshochschulen gut an“ und dann kannst du weitergehen, „ja, ich möchte in meiner ganzen Gegend die Fachfrau für diese Art von Kursen in der Volkshochschule sein“. Oder du stellst fest, „meine Art kommt im Fitnesscentren gut an“ oder vielleicht in der psychotherapeutischen Praxis. Oder auch in der Physiotherapiepraxis, die können ja auch andere anstellen. Oder in Kurklinken. Oder in Unternehmen. Und dann kannst du dann, wenn du irgendwo Verschiedenes ausprobiert hast, dann zu einem konkreteren Ziel dort kommen. Also, das würde ich dir jetzt in der Situation erst mal raten. Oder ein übergeordnetes Ziel ist, dein Potenzial irgendwo zu entwickeln, auch zum Wohl von anderen, weil du feststellst, deine besondere Fähigkeit ist es, Menschen zu helfen. Und da würde ich es jetzt noch nicht für angebracht halten, Ziele zu konkret zu halten, sondern da musst du mehr Verschiedenes ausprobieren. Und da, wo es dann läuft, da dann mehr. Auch z.B., als ich dann irgendwann das Frankfurter Zentrum aufgemacht hatte. Gut, da war es schon, „mach ein Frankfurter Zentrum auf“, relativ konkret. Aber dann auch die Frage, und wie läuft so ein Zentrum in Deutschland? Da war ich ja viele Jahre nicht mehr. Ich wusste, wie man in Los Angeles ein Yogazentrum leitet. Das ist nicht identisch, wie man in Deutschland ein Yogazentrum leitet, vor allem in Frankfurt. Da war klar, das Zentrum muss auch irgendwo überleben und muss eigentlich auch so gut sein, dass in fünf Jahren der Ashram entstehen kann. Und dann, breites Angebot, schauen, was funktioniert, auch mal wo anders unterrichtet. Zwischendurch, das erste Jahr, sah es so aus, als ob wir Pleite gehen. Da wussten wir nicht, funktioniert sowas oder nicht. Die Zeiten damals waren nochmal anders, als sie die letzen Jahre waren, wo ja Yoga geboomt hat. Es war wie Zähne ziehen oder so ähnlich. Jeden Tag bin ich mehrere Stunden durch Frankfurt gepilgert und habe dort Plakate aufgehängt und habe zum Teil dann nachts gekleistert, weil, da wurde man nicht so oft von Passanten angesprochen. Und irgendwann habe ich gedacht, „dann muss ich Heilpraktiker machen, vielleicht klappt es, wenn ich Heilpraktiker bin“. Ich habe mir auch schon ein Buch gekauft und habe mich schon erkundigt, wie sowas geht. Ich bin halt autodidakt, also mit Büchern hätte ich das am leichtesten lernen können. Dann kam ich irgendwo auf die Idee von einer zweijährigen Yogalehrerausbildung. Ich kannte vorher nur die Intensivausbildungen und das hat dann irgendwo auf Anhieb gut geklappt und dann lief es dann irgendwie in diese Richtung und zwischendurch konnte man dann auch immer wieder dann, nachdem eines geklappt hat, da kann man in der Richtung jetzt sagen, „ja, und da ist jetzt das Ziel, das baue ich weiter aus“. Also, so eine Mischung. So wie hier, dieses Brainstorming, man denkt über Verschiedenes nach, man fühlt hinein, dann probiert man das ein oder andere aus, und was erfolgversprechend ist, da kann man dann konkrete Ziele formulieren und dem nachgehen.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Was tun, wenn sich die Umstände ändern?

Frage eines Teilnehmers aus dem Seminar „Den inneren Schweinehund überwinden“:
„Es ist eine Sache, wenn man sich dazu entschieden hat und es dann doch nicht klappt, das kann einen evtl. in große Schwierigkeiten bringen. Wenn ich mal eine Zeit lang nicht übe, weil ich es doch nicht kann, passiert ja nichts, ist ja nicht weiter tragisch, kann ich mir also gut vornehmen. Aber wenn ich jetzt etwas entscheide, womit ich mich in finanzielle Verbindlichkeiten begebe, aus denen ich auch nicht so schnell wieder rauskomme und ich merke, das war ein Fehler, da muss ich aber durch, dann kommen viele andere Ängste dann auf, die einen immer wieder dann auch, nochmal überlegen, also Zweifel. Da sehe ich jetzt im Moment nicht so einen Weg heraus.“
Wir können natürlich jetzt auch nicht alles abdecken. Ich will trotzdem kurz darauf eingehen. Ich sagte dort auch, wenn sich nicht etwas Grundlegendes ansonsten ändert. Also, wenn natürlich eine äußere Situation sich ändert, dann muss man manchmal auch den Entschluss überdenken. Wenn wir jetzt dieses banale Beispiel nehmen, man nimmt sich vor, jeden Tag die Krähe zu machen und dann stellt man plötzlich fest, das Handgelenk tut von Tag zu Tag weher, dann macht man das nicht weiter, sondern dann weiß man, wenn in der Krähe das Handgelenk weher tut von Tag zu Tag, hört man besser früher auf als später. Oder wenn man einen Entschluss gefasst hat und der führt einen in finanzielle Nöte, dann kann man noch überlegen, „komme ich da noch raus?“ und seine  Verluste dort letztlich beschränken. Eine Möglichkeit. Du hast aber auch etwas anderes angesprochen, man kommt jetzt nicht einfach so raus, man muss da durch. Und dann kann man durchaus mit sich selbst argumentieren, wenn dann Selbstzweifel und Selbstvorwürfe usw. kommen. „Wie konnte ich das denn machen? Das hätte ich doch besser wissen sollen. Tante Sowieso hat mich ja auch davor gewarnt usw.“ Und dann kann man irgendwo die Achtsamkeit fokussieren. Also, nicht über sich selbst ärgern, man sagt, „danke, dass ihr mir jetzt so wunderbare Ratschläge gebt“, das kann man so in sich selbst sagen und „vielleicht bei der nächsten Entscheidung kann ich das ja berücksichtigen“. Und vielleicht kann man es sogar aufschreiben. Manchmal hilft das Schreiben, dass solche Sachen aus seinem Kopf raus sind. Ich weiß nicht, wer von euch Harry Potter gelesen hat. Da gibt es ja diesen Dumbledore und der hat da so einen Denkarium, der hat da so einen Zauberstab und mit dem holt er dann Gedanken aus seinem Kopf und legt es dann in irgend so eine Flüssigkeit, dass er nicht ständig daran denken muss. Und für viele Menschen kann so ein Denkarium sein, dass man etwas aufschreibt. Wenn einem z.B. dann Gedanken einfallen, die man hätte wissen müssen und deshalb zu einer falschen Entscheidung gekommen ist, dann schreibt man die mal auf. Und dann sagt man: „Ok, ich habe es mal aufgeschrieben, das nächste Mal werde ich es berücksichtigen, aber jetzt möchte ich Vorschläge haben, wie ich dort positiv weiterkomme.“ Das kann man zu seinem Team sagen, das gilt ja auch im äußeren Team. Menschen lamentieren manchmal über alles, das nutzt aber wenig und dann kann man stattdessen sagen: „Ok, jetzt lösungsorientiert. Was müsste denn passieren oder was könnte ich machen? Oder ich hätte gerne dabei ein solches Ergebnis. Was könnte ich machen, um zu dem Ergebnis zu kommen?“ Also, nicht ärgern über seinen Entschluss, noch weniger ärgern, dass man sich ärgert, dass man diesen Entschluss gefasst hat, noch weniger ärgern, dass man sich ärgert, dass man den Ärger hat über den Entschluss. Wir können jetzt Endlosschleifen schaffen. Der Mensch ist in der Lage in mehrfachen Ebenen rekursiv zu denken. Und stattdessen die Kräfte des Geistes lösungsorientiert zu nutzen. Wirklich so einen Umgang und schauen, „was haben wir dort für tolle Teammitglieder und wie könnte ich dort rauskommen?“ Das wäre dort.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Hier findest du einiges über den Umgang mit Angst

Die zweifache Bestimmung des Menschen

Bei der Meditation heute war ja diese Energiemeditation und dabei hatte ich ja auch erwähnt, so vom Yogastandpunkt aus hat der Mensch so eine zweifache Bestimmung. Zum einen, die eine Bestimmung ist, hochzukommen zum Höchsten und wirklich sich so zu entwickeln, dass wir das Göttliche wahrnehmen können. Aber umgekehrt sind wir auch ein Instrument und wir wollen das Göttliche in die Welt hineinbringen. Und so heißt es, dass wir auch geboren werden mit einer Mission und letztlich vielleicht nicht nur mit einer Mission, sondern mit verschiedenen Missionen. Wir sind nicht einfach nur da, um irgendwann alt zu werden und zu sterben, sondern irgendwo haben wir in diesem kosmischen Drama auch einen bestimmten Part zu spielen und gerade als Yogaübende und als spirituelle Aspiranten wollen wir uns so engagieren, dass diese Energie durch uns hindurch strömen kann. Patanjali sagt auch im zweiten Kapitel des Yoga Sutra, dass die Welt da ist zur Befreiung des Menschen, wie auch zur Erfahrung des Menschen. Also er sagt auch, Erfahrungen hier zu machen ist auch ein Sinn, warum wir hier sind. Und dann sagt er auch noch, ein weiterer Sinn ist, die Kräfte zu erfahren, die in uns und in der Natur sind. Also auch das ist gerade im Raja Yoga so etwas, Raja Yoga ist jetzt nicht so ein Yoga der Gemütlichkeit und Ruhe, ist nicht ein Yoga, wo es einfach nur darum geht, für sich selbst in der Stille zu sein, sondern im Raja Yoga, als so genannter königlicher Yoga, geht es auch darum, dass wir schauen, was in uns steckt und diese Kräfte auch zur Entfaltung zu bringen. Und gerade die Meister Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda waren große Meister darin, einen auch aus seiner Trägheit herauszuführen und einem zu zeigen, was alles in einem drin steckt. Und viele Aspiranten, die zum Yoga kommen, kommen vielleicht dorthin, um zu meinen, sie wollten irgendwo sich ausruhen und eine gemütliche und ruhige Weise zu finden, aber das ist nicht so der Weg, den Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda dort vorgezeichnet haben, sondern sie haben gesagt, menschliches Leben hat auch etwas Schönes, etwas Großartiges und wir kommen nicht irgendwie zur Befreiung, indem wir uns zurückziehen und wenig tun, sondern im Gegenteil, es gilt, unsere Fähigkeiten zu entwickeln, es gilt, unsere Energie in Sachen hineinzustecken.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Raja Yoga Empfehlung: Werde zum Raja, zum Herrscher über dein Leben

Und so könnte ich jetzt endlos weiter sprechen, aber das ist erst mal so eine Grundsache und hier gilt eben, im Raja Yoga, wir wollen zum Herrscher werden über unser ganzes inneres Team, das wir dort haben. Und dazu hilft es, das Team kennenzulernen und dazu hilft es, das Team irgendwo wertzuschätzen und jedes Teammitglied irgendwo wertzuschätzen und sie dann gut einzusetzen. Und dazu gilt es auch, das eigene Team wertzuschätzen. Natürlich, auch das ist eine wichtige Sache, das eigene Team kann auch ausgebildet werden und entwickelt werden. Auch wenn ich sage, wir können unser Team  nicht austauschen, wir können niemandem kündigen, wir können uns nicht aussuchen, wen wir in unserem Team drin haben, aber sehr wohl können wir manche unserer Teammitglieder stärker werden lassen, wir können andere etwas weniger stark werden lassen, wir können unsere Teammitglieder unterschiedlich einsetzen und es gibt auch Teammitglieder, die bisher schlafen in uns, die gerne mal aktiv werden wollen und die in uns stärker werden können. Und da ist auch immer eine wichtige Sache drin, dass wir erkennen, wir haben eine ganze Menge Teammitglieder in uns drin, die wir bisher noch gar nicht kennen und die erst schrittweise überhaupt sich bemerkbar machen.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Den inneren Schweinehund lieben lernen

Wie geht es euch heute Morgen? Gut. Dann wollen wir dafür sorgen, dass der Morgen noch besser wird. Nachher werdet ihr eine Yogastunde machen, da geht es einem in jedem Fall noch besser. Und jetzt will ich ein paar grundsätzliche Dinge sagen, die euch vielleicht helfen können, etwas besser mit den verschiedenen Teilen in euch umzugehen, unter anderem mit dem so genannten Schweinehund. Und dazu möchte ich euch ein Modell vorstellen aus dem Raja Yoga. Manche von euch kennen das und wissen, wann immer ich über solche Themen der psychischen Entwicklung spreche, dann ist das immer irgendwo so ein Grundmodell, denn ich meine, es ist sehr fruchtbar, um nachher wirklich zu schauen, „Wie kann ich mit mir umgehen?“ Das Ganze kommt aus dem großen Thema des Raja Yoga. Viele von euch wissen, Yoga hat ja verschiedene Aspekte. Das Wort „Yoga“ hat verschiedene Bedeutungen, es heißt Harmonie, es heißt Einheit. Yoga heißt zum einen, die Kunst, mit sich selbst und mit seiner Umwelt in Harmonie zu leben. Yoga heißt auch, die Begrenztheit des Bewusstseins zu überwinden, um zu einer höchsten Einheit zu kommen. Yoga ist sowohl ein Zustand, wie auch ein Weg, wie auch Praktiken dort hin. Also, Yoga in der Wortbedeutung des Zustandes, ist die Erfahrung von Einheit, die Erfahrung von Verbundenheit, die Erfahrung eben von Harmonie. Es gibt da verschiedene Ebenen. Yoga ist aber auch jede Praxis, die wir machen, um dort hinzukommen. In dem Sinne ist auch das Wort „Yogi “ oder „Yogini“ – Yogi , männliche Form, Yogini, weibliche Form – ist jemand, der entweder Yoga macht oder Yoga erfährt. Deshalb kann der Ausdruck „Yogi “, „Yogini“ entweder was sehr Hohes sein, nämlich jemand, der die Einheit erfährt und dieses Gefühl von Verbundenheit, wir können es auch Liebe nennen, Einheit hat, aber es ist auch jemand, der irgendeine Form von Yoga übt, ist auch Yogi und Yogini. In diesem Sinne seid ihr – mindestens an diesem Wochenende – Yogis und Yoginis, weil ihr ja irgendwelche Arten von Yoga praktiziert. Und da gibt es im Yoga verschiedene Aspekte des Yoga, die meisten sind vertraut mit dem Hatha Yoga . Also nicht nur hier, sondern deutschlandweit, die meisten Menschen, wenn sie von Yoga hören, denken an Hatha Yoga , der Yoga der Körperübung, um – mit Atemübungen, Entspannungstechniken, mit Tiefenentspannung und auch Meditation, was in vielen Yogastunden ja auch mindestens als eine Minute dazugehört – mit diesen Techniken an sich zu arbeiten, Harmonie zu spüren, Energie zu bekommen, neue Kreativität, Kraft für den Alltag. Aber eben über Körperarbeit zunächst mal, aber bewusster Körperarbeit. Dann gibt es den Jnana Yoga, Yoga der intellektuellen Selbstbefragung, „Wer bin ich? Was ist wirklich? Was ist unwirklich?“ Es gibt den Karma Yoga, den Yoga der Tat. Ihr könnt das, was ihr am Wochenende hier hört und vielleicht überlegt, reflektiert, euch vornehmt, in die Tat umsetzen, dann wird es Karma Yoga und deshalb, Raja Yoga ist immer verknüpft auch mit Karma Yoga. Es gibt dann den Kundalini Yoga, den Yoga der Energieerweckung. Und es gibt Bhakti Yoga, den Yoga der Hingabe, der auch eine große Rolle spielt, gerade auch bei der Überwindung des inneren Schweinehundes, wo es ja auch darum geht, irgendwo innere Energien zu bekommen.

(Fortsetzung folgt).

Niederschrift eines mp3 Mitschnitts „Schweinehund-Podcast“ aus dem Yoga SeminarDen inneren Schweinehund überwinden – mit Yoga und Meditation„. Mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg.